Pleissner Guss: Fertigungslücke geschlossen, Produktpalette erweitert

Lange Zeit war die WMW Werkzeugmaschinen GmbH bewährter Zulieferer für Pleissner Guss (PG). Sie hat auf ihrem CNC-Bohrwerk (TOS WHN 13) PG-Gussstücke bearbeitet, die für die Maschinen der Gießerei entweder zu schwer (über einem Gesamtgewicht von 8 t) oder von den Abmaßen her zu groß waren – was die Terminplanung der Gießerei häufig erschwerte und die Flexibilität minderte.

Im März letzten Jahres erreichte Pleissner Guss die Nachricht, dass WMW zum 31. Oktober 2016 schließen würde. Für das Problem, wer jetzt die Bearbeitung der PG-Gussstücke übernehmen könnte, war die Lösung schnell gefunden: Pleissner Guss beschloss, das CNC-Bohrwerk TOS WHN 13 zu kaufen und in die eigene Produktion zu integrieren – eine Entscheidung, die dank der Investitionsfreigabe durch die GMH-Gussholding auch schnell umgesetzt werden konnte.

Allerdings: Der Umzug einer 35 t schweren Anlage muss sorgfältig geplant und vorbereitet werden. Das neue CNC-Bohrwerk gehört mit einer Grundfläche von 15 x 15 m und einer Höhe von über 5 m nicht zu den kleinen im Lande – und ist damit ein echter Hingucker. Benötigt wurde deshalb ein Fundament mit einer entsprechend großen Grundfläche – so mussten 120 m3 Erde ausgehoben, ein Fundament mit 120 m3 Beton gegossen und 3.730 kg Stahl verbaut werden.



Demontage und anschließende Montage der CNC-Bohrmaschine fanden Ende Juli statt. Der erfolgreichen Maschinenabnahme folgte die Schulung der Mitarbeiter. Schließlich konnte das CNC-Bohrwerk wie geplant im Oktober 2016 in Produktion gehen. Nach einem halben Jahr Einsatz die erste Zwischenbilanz: Die Anschaffung hat sich bezahlt gemacht. Die vorhandenen CNC-Bearbeitungszentren wurden entlastet, die Bearbeitungszeiten des konventionellen Bohrwerks reduziert, die Transportkosten durch den Wegfallder externen Vergabe eingespart, die Flexibilität erhöht und dank Inhouse-Bearbeitung eine schnellere Durchlaufzeit der Gussteile erzielt.

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