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Umdenken im Transporteinkauf

Die Industrie steckt gerade in einem der wichtigsten technologischen Übergänge der letzten Dekaden: 3-D-Druck, Maschine-zu-Maschine-Kommunikation, das Internet Of Things und Big Data beeinflussen die Verbindungen zu Kunden und Lieferanten – und damit die individuelle Supply Chain. Auch die Transportbeschaffung als Teil dieser Kette ändert sich maßgeblich.

Zwischen Mensch, Maschine und Daten

Die zunehmende Digitalisierung und Automatisierung verändert nicht nur unsere Kommunikation, sondern bestimmt auch richtungsweisend das Konsumverhalten. Die Möglichkeit, jederzeit online bestellen zu können, wirkt sich gleichermaßen auf die Produktion wie auf die Lieferung aus. Wenn beispielsweise heute Abend ein medialer „Influencer“ (zu dt. reichweitenstarker Meinungsmacher) auf einem sozialen Online-Dienst wie Instagram ein Bild mit seinen neuen, personalisierten Sneakern veröffentlicht, wollen es ihm seine Follower gleichtun: Die Sneaker nach eigenen Wünschen konfigurieren, in den virtuellen Einkaufskorb legen, bezahlen und am liebsten morgen schon erhalten. Insbesondere in der Textil- und Elektronikindustrie werden auf diese Weise Bestellrhythmen unregelmäßiger und die Losgrößen kleiner.

Agile Lösungen vs. langfristiges Planen

Für die Produktion, den Handel und den Transport solcher Waren wird damit ein langfristiges Planen immer schwieriger. Auftraggeber aus dem Produktions- und Handelssektor müssen demnach ihre bisherigen Wege der Transportbeschaffung überdenken. Hier bieten digitale Transportplattformen die Möglichkeit, kurzfristig freien Laderaum und passende Transportdienstleister zu finden. Gunnar Gburek, Head of Business Affairs bei Europas größter Transportplattform TimoCom, erklärt: „Der Transporteinkauf über digitale Plattformen stellt Rahmenverträge keinesfalls grundsätzlich in Frage. Im Gegenteil: Es ist wichtig, bestehende Abläufe festzumachen. So kann ich mich als Einkäufer auf die Aufträge konzentrieren, die nicht wirklich planbar sind und aufgrund von Zeitdruck meist suboptimal gelöst werden. Die TimoCom Transportplattform ist eine Zusatzlösung, um auf Marktschwankungen zu reagieren und die Bedürfnisse der Kunden einzugehen.“

Gute Gründe für digitalen Transporteinkauf

Zu jederzeit den geeigneten Transportdienstleister finden und die eigene Handlungsfähigkeit behalten. Dies sind laut Gburek einschlägige Argumente, die Transportlogistik wieder selbst in die Hand zu nehmen: „Die zukünftige Herausforderung wird es sein, dem Kunden das zu liefern, was er morgen – und möglicherweise nur morgen, nicht übermorgen – haben möchte. Daraus muss sich nicht zwangsläufig ein Trend entwickeln, aus dem direkt wieder eine langfristige Geschäftsbeziehung entsteht.“ Gburek schätzt, dass verladende Unternehmen aktuell zu 80 Prozent über langfristige Kontrakte verfügen. Ein Irrtum dabei sei es zu glauben, dass man dank eines Rahmenvertrags eine Preissicherheit erhält. „In einem Rahmenvertrag, der sich ja auf einen längeren Zeitraum bezieht, kann nur ein geschätzter mittlerer Preis gewählt werden. Der Dienstleister muss einen Preispuffer einbauen, da er nicht weiß, wie sich der Markt verhalten wird. Das heißt, dass man den tatsächlichen Marktpreis immer nur in Echtzeit und direkt auf dem Spotmarkt ermitteln kann“, so Gburek.

Der Preis allein ist und wird auch künftig für viele Produktions- und Handelsunternehmen jedoch nicht der ausschlaggebende Faktor sein, sich für einen Dienstleister zu entscheiden. Es geht vor allem darum, seine Flexibilität nicht aus der Hand zu geben, wie Lars Laskowski, Logistikleiter der MC-Bauchemie Gruppe verdeutlicht: „Eine außerordentliche Qualität, stabile und realistische Leistungsversprechen sowie flexible, kundenorientierte Lösungen, auch neben dem Standard, sind die Schlüssel für eine erfolgreiche Kundenbeziehung.“

Optimierung der Supply Chain dank Einflussnahme auf den Transport

Während das Konsumenten- bzw. Kundenverhalten also nur bedingt gesteuert werden kann, kann die Supply Chain hingegen gezielt optimiert werden, indem man wieder mehr Kontrolle über diese erlangt. Digitale Transportplattformen bieten ebendiese Möglichkeit, Transporte schnell, unkompliziert und sicher in einem klar definierten Benutzerkreis anzufragen.

Wer den Einstieg in die digitale Transportvergabe sucht, sollte neben einer hohen Anzahl an Angeboten und einer intuitiven Oberfläche, auf Neutralität und hohe Sicherheitsstandards achten. Letztere helfen dabei, die Compliance-Richtlinien des eigenen Unternehmens zu unterstützen.

Mehr Informationen zu TimoCom finden Sie auf www.timocom.de.

Über die TIMOCOM GmbH

Die TimoCom Soft- und Hardware GmbH ist ein mittelständischer IT-Spezialist, der sich auf die Entwicklung und Vernetzung von Anwendungen für die Transportbranche fokussiert hat. Das Unternehmen betreibt die größte Transportplattform Europas. Auf der TimoCom Plattform werden täglich bis zu 750.000 und jährlich bis zu 68. Millionen internationale Fracht- und Laderaumangebote eingestellt. Das Logistiknetzwerk besteht aus über 38.500 geprüften Unternehmen.

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