Fall der Göttinger-Gruppe ‘‘feiert“ 10-jähriges

Über die Göttinger Gruppe mit ihrer Hauptgesellschaft Securenta AG wurde am 14.Juni 2007 das Insolvenzverfahren am Amtsgericht Göttingen eröffnet. Bis heute dauern die Ermittlungen und Bearbeitungen an. Der Deutsche Finanzmarktschutz e.V. (DFMS) erklärt, warum für das Verfahren noch kein Ende in Sicht sei.

Einer der größten und umfangreichsten Anlegerskandale der deutschen Geschichte – der bis heute anhält. Etwa 270 000 Anleger investierten in das vermeidlich erfolgreiche 90er- Jahre Rentensparmodell „SecuRente“. Durch diese atypisch stille Beteiligung soll der Konzern rund 1 Milliarde Euro eingesammelt haben. Man warb damit, eventuelle Verluste steuerlich geltend machen zu können und rückte so die Haftung für Risiken des Konzerns in den Hintergrund.

Als Hauptsponsor des VFB Stuttgarts im Jahr 1997 repräsentierte sich die Göttinger Gruppe erfolgreich nach außen. „Wenn ein Unternehmen so erfolgreich in den Medien platziert ist, geht keiner von einem Insolvenzfall aus, so H. Heinze, der Geschäftsführer des DFMS.



Nach angespannter Geschäftslage der Securenta AG im Jahr 2004 entschied der Bundesgerichtshof 2005, dass Anleger der SecuRente ihre Verträge kündigen können. Das war der Startschuss für viele Rückzahlungsklagen. Dies brachte den Konzern in Zahlungsschwierigkeiten bis hin zur nicht Vollstreckbarkeit der Ansprüche.

Daraufhin wurde ein Insolvenzantrag am Amtsgericht Göttingen gestellt. Insolvenzverwalter Rolf Rattunde aus Berlin bearbeite bis heute Forderungsanmeldungen. Laut Medienberichten wurden 70 000 Forderungen im Gesamtwert von 1,2 Milliarden Euro eingereicht. Realistisch werde etwa die Hälfte in die Insolvenztabelle aufgenommen.

Der Fall habe auch am Göttinger Gericht einige Umstände hervorgerufen. So mussten sie eine Klageflut von rund 10 000 geschädigten Anlegern handhaben. Riesige Mengen an Ordern, teure leistungsstarke Drucker und neue Räume für die Papiermengen mussten angeschafft- und gemietet werden. Drei Zivilkammern seien beschäftigt.

,,Ein Aufwand, der sich noch über Jahre erstrecken wird. Die Forderungsanmeldungen sind, laut Insolvenzverwalter, zwar abgeschlossen, doch die Klagen der Anleger werden bis heute bearbeitet. Je nachdem, wie das Verfahren verläuft, sei eine Quote von 5% – 10% wahrscheinlich, so H. Heinze.

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