Möglicher Ausweg im festgefahrenen Tarifkonflikt um flexible Arbeitszeiten gefunden?

Nach unzähligen Warnstreiks, ergebnislosen nächtelangen Verhandlungsmarathons und konfrontativen Gesten von IG Metall und Arbeitgeberverbänden kommt nun endlich Bewegung in den Tarifkonflikt. Angesichts drohender 24-Stunden-Streiks scheint sich mit dem Instrument der Zeitwertkonten doch noch eine praktikable Lösung für den Hauptstreikpunkt der beiden Tarifparteien um flexible Arbeitszeiten abzuzeichnen.

Adalbert Ewen, Bundesvorsitzender der CGM, begrüßt diese neue Entwicklung:
„Die Christliche Gewerkschaft Metall hat mit Freude die Aussage vom IG-Metall-Vorsitzenden Jörg Hofmann im „Neuen Deutschland“ vom 19.1.2018 aufgenommen, „Langzeitarbeitskonten nach dem Vorbild von Baden-Württemberg“ als ein weiteres flexibles Arbeitszeitmodell in Erwägung zu ziehen. Damit greift unser gewerkschaftlicher Mitbewerber eine alte Forderung der CGM auf, wir freuen uns über diese Offenheit gegenüber unseren Vorschlägen und sehen darin eine hervorragende Alternative zur umstrittenen 28-Stunde-Woche.“

Es handelt sich dabei um ein zeitgemäßes, kooperatives Modell der Arbeitszeitflexibilisierung, das dem Arbeitnehmer die selbstbestimmte Planung und Finanzierung von Freistellungen zu selbstgewählten Zwecken während seines gesamten Arbeitslebens ermöglicht. Wenn der Arbeitgeber bestimmten Personengruppen, etwa Schichtarbeitern oder Pflegenden, zusätzliche tarifliche Zuschüsse oder Urlaubstage gewährt, können Menschen in herausfordernden Situationen sogar noch stärker von ihren persönlichen Wertguthaben profitieren.



„Zeitwertkonten sind aus unserer Sicht der Königsweg für die Metall- und Elektroindustrie und machen den Einsatz neuer Streikformen überflüssig. Die IG Metall kann ihr neues Lieblingsspielzeug daher ruhig in der Schublade liegen lassen und einen konstruktiven und zukunftsweisenden Weg einschlagen.“

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