AWA führt smartes Ventil zur Ölregulierung in Verdichtern ein

Das 1879 gegründete Armaturenwerk Altenburg (AWA) gehört zu Europas führenden Herstellern von Ventilen, Schaugläsern und Fittings für die Kälte- und Klimatechnik. Nun stellt das thüringische Traditionsunternehmen sein neues Ölreguliersystem OLC vor.

Das AWA OLC garantiert den optimalen Ölfüllstand in Kältemittelverdichtern und wird in Verbundanlagen mit Hubkolben- oder Scrollverdichtern eingesetzt. Seine Funktionsweise basiert im Wesentlichen auf der nahezu stufenlosen Füllstandsmessung mittels elektronischem Schwimmersensor.

Es komplettiert Anlagen bis zu 120 bar für eine Vielzahl von Kältemitteln und Ölen und stellt eine permanente und verzögerungsfreie Detektion des Füllstandes sicher. Neben der Füllstandhöhe wird erstmals auch die Veränderungsgeschwindigkeit des Füllstandes ausgewertet.



Der elektronische Schwimmer ist unempfindlich gegen schwallendes und schäumendes Öl. Weitere Eigenschaften des OLC sind unter anderem das große Schauglas für eine bessere Erkennbarkeit des Füllstandes, eine LED-Anzeige an der Vorderseite für eine schnelle Statuserfassung und das modulare Adaptersystem zum Anschluss an alle gängigen Verdichtertypen. Die um bis zu 25 Prozent reduzierten Einbaumaße ermöglichen Anlagenbauern das Design kompakterer Verbundanlagen.

Innovative Algorithmen der autarken Elektronik ermöglichen zwei neue Sonderfunktionen zum Schutz der Kältemittelverdichter: die Power ON Logik und die Noteinspritzung.

Power ON Logik verhindert Trockenlaufen beim Verdichterstart
Beim erstmaligen Einschalten von Verdichter und AWA OLC wird die Power ON Logik aktiviert. Fällt dabei der Füllstand im Verdichter innerhalb weniger als zehn Sekunden in den Alarmbereich, spritzt das OLC unverzüglich Öl in den Verdichter; solange, bis der Normalbereich wieder erreicht ist. Sinkt der Ölstand beim Einschalten nicht in den Alarmbereich, wird die Power ON Überwachung wieder deaktiviert und das OLC arbeitet im Normalbetrieb.

Noteinspritzung für plötzlichen Ölbedarf
Bei plötzlicher Erhöhung des Ölbedarfs, die beispielsweise bei frequenzmodulierten Verdichtern vorkommen kann, fällt der Ölstand abrupt vom Normal- in den Alarmbereich. Diese schnelle Ölstandänderung wird vom OLC erkannt: Es deaktiviert die im Normalbetrieb hilfreiche Verzögerung und spritzt unverzüglich Öl ein.

Permanente Füllstandsüberwachung im Normalbetrieb
Für eine optimale Schmierung des Verdichters regelt das AWA OLC dessen Ölmenge auf einen Füllstand von 40 bis 60 Prozent. Bei Unterschreitung des Normalbereiches wird ein Verzögerungszähler aktiviert. Dieser verhindert im Normalbetrieb ein Aufschwingen des Systems sowie die Überfüllung des Verdichters. Nach zehn Sekunden beginnt das Einspritzen von Öl. Sinkt der Ölstand trotz aktiver Befüllung weiter unter den kritischen Bereich (40 bis 25 Prozent), startet ein Alarmzähler, welcher nach 80 Sekunden einen Alarmrelais schaltet. Dieser Relaiskontakt kann abgegriffen und beispielsweise zum Abschalten des Verdichters oder Auslösen einer Alarmroutine genutzt werden.

Rund um den Globus vertrauen die Marktführer der Kälte- und Klimatechnikbranche auf die Präzision und Qualität der Produkte von AWA: Das Armaturenwerk Altenburg bietet ein umfangreiches und fortschrittliches Produktportfolio aus Armaturen, Serviceventilen, Schaugläsern, Adaptern und weiteren Komponenten. Das thüringische Traditionsunternehmen wurde 1879 gegründet und ist seit 2013 Teil der BITZER Unternehmensgruppe.

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