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Die Krise als Digitalisierungskatalysator: Wie Unternehmen heute von den Chancen profitieren können

Durch die Corona-Pandemie hat sich die Digitalisierung in allen Lebensbereichen stark beschleunigt. Ob im Privaten mit einer rapiden gestiegenen Akzeptanz kontaktloser Kartenzahlung[1] oder im beruflichen Umfeld mit dem abrupten Wechsel zu Remote Work. Was bisher als Zeichen moderner Arbeitskultur galt, ist auf einen Schlag für viele Unternehmen Realität geworden. Insbesondere bei der Digitalisierung von Unternehmen liegen, verstärkt durch die Krise, ungeahnte Chancen für die Zukunft. Um diese aber nutzen zu können, müssen Führungskräfte mehrere Aspekte berücksichtigen.

Die Krise nimmt keine Rücksicht, ob Unternehmen auf die Digitale Transformation vorbereitet sind. Jetzt profitiert, wer sich frühzeitig mit Remote Work, technischer Infrastruktur oder digitalen Services auseinandergesetzt habt. Nachzügler müssen alles daransetzen aufzuholen. Es reicht jedoch nicht, den eigenen Mitarbeitern lediglich die Tools wie Microsoft Teams oder Slack bereitzustellen. Auch die Arbeitskultur muss sich ändern, um Mitarbeiter zu befähigen und hinsichtlich dezentraler Arbeit zu schulen.

Die Digitalisierung vieler Unternehmensbereiche funktioniert unerwartet gut. Deswegen werden virtuelle Lösungen auch zukünftig eine wichtige Rolle spielen – etwa für Kundengespräche, Influencer-Events oder Pressekonferenzen. Damit Entscheider das Momentum der aktuellen Veränderungen nutzen können, um die digitale Transformation ihres Unternehmens erfolgreich voranzutreiben, sollten sie folgende Maßnahmen umsetzen:

1. Führungsstil anpassen, um Selbständigkeit der Mitarbeiter zu fördern

Die ersten Erfahrungen aus der Krise haben gezeigt, dass sich Mitarbeiter vermehrt einbringen, um die Umsetzung der digitalen Veränderungen in ihren Unternehmen voranzutreiben und zu gestalten. Proaktive Vorschläge zur Verbesserung interner Arbeits- und Kommunikationsabläufe, der Unternehmenskultur oder gar zur Einführung neuer digitaler Services sind keine Seltenheit. Um diese Eigeninitiative auszuschöpfen, sollten Manager und Führungskräfte ihren Führungsstil darauf ausrichten, den Mitarbeitern die nötige Freiheit einzuräumen und die neue Selbständigkeit gezielt zu fördern – etwa durch virtuelle Arbeitsgruppen mit Experten verschiedener Standorte. So lassen sich Potenziale schnell identifizieren und Know-how standort- und länderübergreifend nutzbar machen.

2. Digitale Tools richtig einsetzen ­– für Vertrieb und interne Kollaboration

Social Distancing ist insbesondere für den Vertrieb eine große Herausforderung. Um in der jetzigen Situation weiterhin erfolgreich zu sein, müssen Unternehmen ihren Mitarbeitern digitale Vertriebswerkzeuge an die Hand geben – etwa digitale Assistenten oder Sales Hubs, in denen alle Materialien stets aktuell und digital aufbereitet zur Verfügung stehen. Nur so können sie Partner und Kunden effektiv beraten. Um eine schnelle Umstellung auf diese Tools zu ermöglichen, sollten Unternehmen schon jetzt alle erforderlichen Materialien wie Broschüren oder Infografiken als digitale Assets zusammenstellen.

Eine erfolgreiche, dezentrale Zusammenarbeit innerhalb von Unternehmen setzt in Zeiten von Corona nicht nur eine funktionierende digitale Infrastruktur voraus. Vielmehr müssen Mitarbeiter durch Trainings und Guidelines befähigt werden, diese Tools effektiv einzusetzen. Führungskräfte können hier mit Praxisbeispielen und Best Practices aus anderen Bereichen und Ländern gezielt die Richtung vorgeben.

3. Widerstandsfähigkeit der Organisation sicherstellen

Ehrliche und transparente Kommunikation wird in der aktuellen Situation mit wachsender Mitarbeiterloyalität belohnt und stärkt die Bindung zwischen Mitarbeiter und Unternehmen. So geht aus dem Edelman Trust Barometer 2020 Special Report „Vertrauen in Zeiten des Coronavirus“ hervor, dass Mitarbeiter von dem eigenen Arbeitgeber erwarten, dass Informationen zur Krise regelmäßig kommuniziert und aktualisiert werden. Führungskräfte müssen sich darauf einstellen, dass dieser Informationsbedarf bestehen bleibt.

In der „neuen Normalität“ des dezentralen Arbeitens müssen Führungskräfte auch verstärkt auf das Wohl ihrer Mitarbeiter achten, um Produktivität, Loyalität und Motivation aufrecht zu erhalten. Hierfür ist Nähe zu den Mitarbeitern im Homeoffice unerlässlich, die durch verschiedene Wege aufgebaut und erhalten werden kann – sei es durch neue Kommunikationsformate, angepasste Meeting-Routinen oder an die Krise angepasste Angebote.

[1] Online-Umfrage der Bundesbank: https://www.rnd.de/politik/bundesbank-vorstandsmitglied-das-geld-wird-nicht-knapp-JIMD4GU4OZAGHC4ITH2YVP2I7U.html

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