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SAP WM wird zum Stock Room Management

SAP plant aktuell die Einstellung des LE-WM (Warehouse Management) Moduls zum Jahr 2025. In Zukunft wird das WM Modul jedoch durch das sogenannte Stock Room Management ersetzt, damit Unternehmen über das Jahr 2025 hinaus die klassischen WM Funktionen weiterhin verwenden können, ohne auf das Modul EWM umsteigen zu müssen. Neben der neuen Namensgebung von LE-WM zu Stockroom Management, wird SAP in Zukunft auch einige Funktionalitäten entfernen, welche bislang unter dem LE-WM Modul vorzufinden waren.
Das Stock Room Management ist durch die SAP S/4HANA Enterprise Management Lizenz bereits abgedeckt. (SAP Note 2881166)

Stock Room Management vs. Warehouse Management – welche Funktionen werden in Zukunft fehlen?

Das Stock Room Management soll insbesondere Bestandskunden ansprechen, die die WM-Kernfunktionalitäten bereits nutzen und auch in Zukunft weiter nutzen möchten. Dennoch werden nicht alle WM-Funktionalitäten in das Stock Room Management überführt. Folgende Funktionalitäten werden in Zukunft nur noch mit dem EWM System möglich sein:

  • Task & Resource Management (WM-TRM)
  • Cross Docking (WM-CD)
  • Yard Management (WM-YM)
  • Wellenmanagement (Kommissionierwellen; WM-TFM-CP)
  • Dezentrales LES/WM (WM-DWM)
  • LSR-Schnittstelle (WM-LSR)
  • Value Added Services (WM-VAS) bzw. Logistische Zusatzleistungen (LZL)

Somit stehen Unternehmen vor der Entscheidung, ob nach dem Jahr 2025 das Stock Room Management oder eine EWM Lösung notwendig sind. Da das Stock Room Management technisch gesehen das WM darstellt, entfällt der Migrationsaufwand. Allerdings sollten Unternehmen berücksichtigen, dass SAP keine Weiterentwicklungen für das Stock Room Management plant. (SAP Note 2881166)

Woher weiß ich im Vorfeld, ob Stock Room Manage-ment auch nach 2025 für mich ausreicht?

Da das Stock Room Management keine 1:1 Abbildung zum LE-WM Modul darstellt, stellt sich die Frage, ob die aktuellen Prozesse abgebildet werden können oder ob das EWM Modul notwendig ist. Zur Beantwortung dieser Frage bietet SAP (ab Release 1909 SP1 oder höher standardmäßig vorhanden) einen Report an. Mithilfe dieses Reports wird geprüft, welche Funktionen in das Stock Room Management überführt werden können, an welcher Stelle Customizing Anpassungen vorgenommen werden müssen oder ob bestehende Funktionalitäten nicht abgedeckt werden können. (SAP Note 2882809)

Des Weiteren wird eine umfassende Ist-Analyse der bestehenden logistischen Geschäftsprozesse empfohlen. Dies hilft bei einer nachgelagerten Entscheidungsfindung, ob ein Wechsel zu SAP EWM durchgeführt werden sollte oder ob das Stock Room Management ausreicht. Wie in Abbildung 1 zu sehen, können diese Entscheidungen auch individuell getroffen werden.

Fazit

Grundsätzlich empfiehlt sich die EWM Lösung bei komplexen Lagerstrukturen. Im Umkehr-schluss ist das Stock Room Management i.d.R. ausreichend für einfache Lagerstrukturen.

Darüber hinaus sind auch hybride Lösungen denkbar, indem komplexe Prozesse mithilfe von EWM und einfache Prozesse mithilfe des Stock Room Managements abgebildet werden können. Da das Stockroom Management nicht mehr weiterentwickelt wird, wird Neukunden empfohlen direkt auf das EWM System umzustellen, bzw. hybride Lösungen zu verwenden. Auch Bestandskunden, welche aktuell die LE-WM Basisfunktionen verwenden, sollten sich überlegen ob mindestens eine hybride Lösung erstrebenswert erscheint, da das EWM langfristig weiterentwickelt wird.

*Markenrechtshinweis: SAP und andere im Text erwähnte SAP-Produkte und -Dienstleistungen sowie die entsprechenden Logos sind Marken oder eingetragene Warenzeichen der SAP SE in Deutschland und anderen Ländern weltweit.

Autoren
Alexander Reitz und Alexander Mangold, Significon AG

Über die Significon AG

Die Significon AG ist ein, auf die besonderen Anforderungen der Life Science Industrie spezialisiertes Beratungsunternehmen, dessen Consultants auf mehr als 20 Jahre Erfahrung in dieser Industrie zurück blicken können.

Wir zeichnen uns aus, durch die Kombination von Prozess-, Compliance und IT System Know how, ergänzt durch Umsetzungsstärke mittels gängiger Standard Technologien, insbesondere SAP.

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– Compliance-Anforderungen,
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