FIBERWEEK startet mit neuen Impulsen für die Digitalisierung

  • Erste virtuelle Glasfasermesse FIBERWEEK vom 12. bis 16. Oktober
  • 63 Aussteller in 7 Messehallen
  • Dr. Katrin Suder spricht über digitale Kompetenzen der Wirtschaft
  • VKU-Hauptgeschäftsführer Ingbert Liebing im Interview

Mit der FIBERWEEK setzt der Bundesverband Breitbandkommunikation (BREKO) vom 12. bis 16. Oktober 2020 die Erfolgsmesse FIBERDAYS erstmals als virtuelles Messe-Event für die Telekommunikations- und Digitalbranche um. Hauptthemen der Messe sind der Glasfaserausbau und die Digitalisierung in Deutschland. Im Rahmen des Eröffnungskongresses diskutierten heute Dr. Katrin Suder, Vorsitzende des Digitalrats der Bundesregierung, Ingbert Liebing, Hauptgeschäftsführer des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU), Felix Falk, Geschäftsführer des Verbands der deutschen Games-Branche (game) sowie Norbert Westfal und Dr. Stephan Albers vom BREKO mit Professor Dr. Jens Böcker über den digitalen Fortschritt und Deutschlands Zukunftsfähigkeit. Wichtigstes Thema dabei war die digitale Infrastruktur als Basis für die Digitalisierung und digitale Geschäftsmodelle.

„Es gibt keine Frage mehr, ob wir Glasfaser bis in die Häuser und Unternehmen brauchen. Deutschland ist beim Glasfaserausbau auf einem guten Weg. Es gilt aber auch die Rahmenbedingungen richtig zu setzen, um den Ausbau weiter zu beschleunigen: Die Genehmigungsverfahren müssen vereinfacht und beschleunigt werden. Zudem sollte sich die Förderung primär auf die Schließung noch vorhandener weißer Flecken fokussieren“ – mit diesem klaren Statement eröffnete BREKO-Präsident Norbert Westfal heute die erste virtuelle FIBERWEEK.



Eröffnungskongress mit wichtigen Branchenexperten

Dr. Katrin Suder betonte die große Bedeutung der Digitalisierung für die Zukunftsfähigkeit der deutschen Wirtschaft: „Ich glaube, dass wir in Deutschland alle Zutaten dafür haben, um auch digital wettbewerbsfähig zu sein. Was wir brauchen, ist ein offenes Mindset, engagierte Köpfe und Diversity – ob in Wirtschaft oder Verwaltung. Unsere Stärke ist die deutsche Industrie und der Mittelstand. Diese Stärke muss jetzt in Einklang mit der digitalen Welt gebracht werden. Die Botschaft ist in Politik und Wirtschaft angekommen. Wichtig ist es jetzt, dass die Wirtschaft aktiv wird. Da muss jedes Unternehmen, jede Stadt und jede Kommune die eigenen Kräfte mobilisieren. Das gilt natürlich auch für den Infrastrukturausbau als Basis.“

BREKO Geschäftsführer Dr. Stephan Albers machte deutlich, dass der Glasfaserausbau auch zukünftig in erster Linie durch den Markt selbst vorangetrieben wird und deshalb ein kluges Zusammenspiel zwischen eigenwirtschaftlichem und geförderten Ausbau notwendig sei.  "Es ist wie bei einem guten Cocktail. Es kommt auf die richtige Mischung an. Es stehen Finanzinvestoren bereit. Es scheitert nicht am Geld. Es macht keinen Sinn 10 Mrd. EUR in den Markt zu kippen. Die Förderung, die wir ergänzend sicher brauchen, muss dosiert und über einen längeren Zeitraum gestreckt werden und dort ansetzen, wo die Versorgung besonders schlecht ist.“ Mit Blick auf die zunehmende Bedeutung eines stabilen Internetzugangs für die Bürger und Unternehmen unterstrich Albers: "In diesen Zeiten steht FTTH nicht nur für Fiber to the Home sondern insbesondere auch für Fiber to the HomeOffice." 

Ingbert Liebing, Hauptgeschäftsführer des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU) sprach über die Rolle der kommunalen Unternehmen bei der Digitalisierung: „Das beste digitale Geschäftsmodell nützt nichts, wenn der Zulieferer im Funkloch steckt oder Hidden Champions am alten Kupfernetz hängen. Der Ausbau der Glasfasernetze bleibt eine der größten Baustellen, die vor allem die Landwirtschaft und den Mittelstand mit seinen Firmensitzen im ländlichen Raum ausbremst. Daher appellieren wir an die Bundesregierung für gute Rahmenbedingungen mit der TKG-Novelle zu sorgen, damit Glasfaser bis an die letzte Milchkanne ausgebaut und der Wirtschaftsstandort profitieren kann.“

Professor Dr. Jens Böcker von der Hochschule Bonn Rhein-Sieg wagte in seinen einleitenden Worten eine Prognose für den weiteren Ausbau der digitalen Infrastruktur in Deutschland: „Meine Prognose ist: Beim Glasfaserausbau werden wir in den nächsten Jahre große Veränderungen nach oben sehen. Das steht für mich fest.“

Wichtige Digitalthemen an fünf Messetagen

Digitalisierung, Smarte Städte und Regionen und Deutschlands digitale Infrastruktur: Die fünf Messetage der FIBERWEEK sind voll mit Diskussionsrunden, Vorträgen und Interviews zu wichtigen Digitalthemen. So werden u.a. der aktuelle Streit um die 450 MHz-Frequenzen, das Breitbandförderprogramm des Bundes sowie der Netzumbau von Kupfer- zu Glasfasernetzen im Rahmen der Messe thematisiert. Am Mittwoch diskutieren Vertreter von Telekom, ZDF, RTL und Joyn über das New Media und die Entwicklung von TV-Angeboten, als zukunftsorientiertes Telekommunikations-Thema. Ergänzt werden die Themen-Höhepunkte durch Praxisbeispiele wie das Smart City-Projekt rund um den Flughafen Berlin-Tegel, die Glasfaser-5G-Kooperation zwischen 1&1 Versatel und dem BREKO und Best Practice Erfahrungsberichte zur Finanzierung und zum Ausbau von Glasfasernetzen. Die gesamte Agenda finden Sie HIER.

Zu den FIBERDAYS

Die FIBERDAYS sind Deutschlands führende Glasfasermesse. Sie finden seit 2012 jährlich im RheinMain-Gebiet statt. Veranstaltungsort ist seit 2019 das RheinMain CongressCenter Wiesbaden. Die Leitmesse rund um den Glasfaserausbau deckt Digitalthemen von der Netz-Planung bis zur App-Entwicklung ab. Die nationalen und internationalen Aussteller präsentieren Angebote rund um die zukunftssichere Glasfaser. 2020 wird die Messe erstmals rein virtuell als FIBERWEEK umgesetzt.

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