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Bedürftige müssen nicht mehr frieren

Die Corona Pandemie macht auch vor dem Ärmsten in unserer Gesellschaft nicht Halt. Dass die Bedürftigen, Armen sowie Obdach- und Wohnsitzlosen seit Oktober in einem Zelt ihr Essen einnehmen können, dafür hat der Förderverein Wärmestube SKM-Augsburg e.V. bereits gesorgt. Es steht im Hinterhof der Wärmestube an der Klinkertor-Straße 12 in Augsburg. Um es nun auch professionell zu beheizen, stellt mobiheat seit Anfang Dezember kostenlos eine wassergeführte mobile Heizzentrale mit 70 kW Heizleistung dafür zur Verfügung und unterstützt die Bedürftigen mit der nötigen Wärme.

Für den Marktführer für mobile Heizsysteme aus Friedberg eine Selbstverständlichkeit, hier zu helfen. Die Anlage steht nun hinter dem Zelt. Sie ist nach Innen mit einem Lüfter verbunden, den die Techniker von mobiheat im Zelt aufgestellt haben und der so für angenehme Temperaturen in der Notunterkunft sorgt. „Als die Anfrage, ob wir das Zelt über die Winterzeit beheizen können an uns gestellt wurde, war uns klar, hier muss sofort gehandelt werden. Wir können mit unserem Equipment schnell helfen. Gerne stellen wir unsere Anlage kostenlos zur Verfügung, um einen kleinen Beitrag zu dieser großartigen Einrichtung leisten zu können“, so die mobiheat-Geschäftsführer Andreas Lutzenberger und Helmut Schäffer. Die Menschen sind sehr dankbar. Sie können seitdem aufatmen und ihr Essen wieder einnehmen, ohne in der Kälte frieren zu müssen.

Es sind harte Zeiten angebrochen in der Wärmestube. Schon während dem ersten Lockdown im März haben die Bedürftigen nicht einmal ein Zelt gehabt und litten sehr unter den Beeinträchtigungen der Corona Pandemie. Damals gab es nur eine Not-fallversorgung durch die Türe in den Durchgang zur Wärmestube. Eine schwere Zeit, an die keiner der Menschen gerne zurückdenkt. Ein Spruch eines Bedürftigen drückt es passend aus: „Lieber sterbe ich an Corona, als an Einsamkeit!“ Sogar die Versorgung an Lebensmitteln war sehr eingeschränkt, weil die Kantinen der Betriebe schließen mussten und so kein Essen mehr spenden konnten.

Ulla Schmid und Hans Stecker, die den Förderverein Wärmestube SKM-Augsburg im Jahr 2012 gegründet haben, kämpften hart um Lebensmittel. Sonst hätte der Betrieb nicht aufrechterhalten werden können. Im Sommer konnten sich die Menschen wenigstens draußen einen Platz suchen, aber als es nun immer kälter wurde, hat ihnen zumindest ein Zelt geholfen, auf Abstand dort Platz zu nehmen und sich aufzuwärmen. „Die letzten Jahre hat der Platz in der Wärmestube ausgereicht, aber die Pandemie hat uns vor ganz neue Herausforderungen gestellt. Wir hätten kaum mehr Menschen dort aufnehmen können, weil es einfach zu eng war und wir für die Sicherheit nicht mehr hätten sorgen können“, sagt Hans Stecker, Vorstandsmitglied im Förderverein. Doch jetzt wurde es in diesem Zelt immer kälter und die Menschen froren auch dort. Wie der Name schon sagt, sollten sie sich in einer Wärmestube eigentlich aufwärmen können. Stecker fand in der Firma mobiheat nun einen passenden Spender für Beheizung des Zelts. Er ist so glücklich und dankbar darüber.

„Wir erfüllen Wünsche, die der SKM (Katholischer Verband für soziale Dienste e.V. Augsburg) nicht leisten kann. Zum Beispiel haben wir in unserem Wohnprojekt in der Stettiner Straße neue Küchen eingebaut, Autos für Lieferdienste besorgt und wir kümmern uns darum, dass die Bedürftigen nicht mehr frieren müssen wie jetzt mit der mobilen Heizanlage“, so Stecker. Ganz besonders schätzt er die Hilfe von mobiheat. „Unser Ziel ist es, den Bedürftigen das Leben zu erleichtern. Und wenn wir nur einem Menschen helfen konnten, dann war unser Tun nicht umsonst“, erklärt Stecker sein Engagement.

Wegen Corona mussten die Weihnachtsfeiern für die Bedürftigen der Wärmestube abgesagt werden. Es konnten zum Glück auch hier genügend Sponsoren und Spender gefunden werden, dass den fast 600 Menschen zumindest eine vollgepackte Geschenktüte überreicht werden konnte. Dazu gab es noch ein Hähnchen mit Semmel. Die Sozialarbeiter des SKM haben alles kurz vor Weihnachten an die Bedürftigen verteilt, um ihnen eine kleine Überraschung für Weihnachten zu ermöglichen, die ihnen ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Auch in den harten Zeiten der Pandemie.

 

Text: Sabine Roth | Public Relations

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