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Wenn Online-Audio, dann richtig

Mit den Audio Trends 2022 und dem Online-Audio-Monitor 2022 veröffentlicht die Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb) heute aktuelle Informationen über den Stand der Digitalisierung des Hörfunks und der Online-Audio-Nutzung in Berlin und Brandenburg. „Audio-Zeit ist Online-Zeit“, so mabb-Direktorin Dr. Eva Flecken. „Unsere Studien zeigen, dass Online-Audio quer durch die Bevölkerung genutzt wird. Die Vielfalt der Online-Audio-Inhalte ist groß, die meisten Nutzer:innen streamen Musik und hören Webradio. Für die Mehrheit der Personen, die Podcasts regelmäßig nutzen, gehören diese mittlerweile zum festen Informationsrepertoire.“

Online-Audio-Inhalte werden dabei häufig über Plattformen wie Google (YouTube), Spotify und Amazon abgerufen, drei der fünf meistgenutzten Online-Audio-Plattformen insgesamt. „Hier sehen wir die Plattformbetreiber in der Pflicht: Sie müssen die Auffindbarkeit nach transparenten Kriterien gewährleisten“, so Eva Flecken.

Die wichtigsten Ergebnisse der Audio Trends 2022 und des Online-Audio-Monitors 2022 für Berlin und Brandenburg im Überblick

Digitalisierungsquote in Berlin und Brandenburg ist stabil

68 Prozent der Berliner:innen als auch der Brandenburger:innen empfangen Radio inzwischen auf digitalem Weg (DAB+, Webradio, Digitales Kabel oder Satellit). All diese Empfangsmöglichkeiten berücksichtigend, haben damit gut zwei Drittel der Berliner und Brandenburger Bevölkerung Zugang zu mindestens einem digitalen Empfangsweg für Hörfunk.

UKW bleibt meistgenutzte Radioempfangsart, DAB+ wächst

Der UKW-Verbreitungsweg ist aktuell jedoch noch unverzichtbar. Für 55 Prozent der Berliner:innen ist UKW die meistgenutzte Hörfunk-Empfangsart, in Brandenburg sind es 58 Prozent der Bevölkerung. 31 Prozent der Berliner:innen präferieren digitale Empfangswege. In Brandenburg sind dies mit 34 Prozent etwas mehr.

Online-Audio-Nutzung pendelt sich auf hohem Niveau ein

72 Prozent der Berliner und 64 Prozent der Brandenburger Bevölkerung nutzen Online-AudioAngebote. Das entspricht in Berlin 2,22 Mio. Personen, in Brandenburg. 1,35 Mio. Personen. Die Nutzung liegt leicht unterhalb des Vorjahresniveaus, das noch stark durch die besondere Situation des pandemiebedingten allgemeinen Anstiegs der Mediennutzung geprägt war. Weiterhin steigt der Anteil von Online-Audio an der Audio-Nutzung insgesamt. Bei regelmäßig nutzenden Berliner:innen liegt dieser inzwischen bei 63 Prozent, bei Brandenburger:innen bei 58,6 Prozent. Über 3 Mio. Personen in Berlin und Brandenburg hören mindestens einmal pro Woche, über 2 Mio. sogar täglich Online-Audio-Angebote.

Musikstreaming-Angebote liegen weiterhin in Führung

Musikstreaming-Angebote sind weiterhin Spitzenreiter unter den Online-Audio-Angeboten, gefolgt von Webradio und Podcasts. Auch bei den Nutzungsanteilen liegt das Format in Führung: Regelmäßige Online-Audio-Nutzende in Berlin verbringen etwa die Hälfte ihrer Online-Audio-Zeit mit Musikstreaming (49 Prozent), in Brandenburg sind es 45 Prozent.

Im Internet werden vor allem Radioprogramme gehört

Die Nutzung linearer Webradioangebote liegt in Berlin bei 53 Prozent, in Brandenburg bei 50 Prozent. Sogenannte Simulcast-Sender, die terrestrisch über UKW bzw. DAB+ und im Internet dasselbe Programm ausstrahlen, werden in beiden Bundesländern am häufigsten genutzt.

Die vollständigen Ergebnisse der Länderberichte Berlin-Brandenburg der Audio Trends 2022 und des Online-Audio-Monitors 2022 sind auf der Internetseite der mabb verfügbar. Dort finden Interessierte auch die Ergebnispräsentationen von Andreas Hombach (KANTAR) und Steffen Meyer-Tippach (mabb).

Über den Online-Audio-Monitor 2022– Länderbericht Berlin-Brandenburg

Der Online-Audio-Monitor untersucht bevölkerungsrepräsentativ die Nutzung von Online-AudioAngeboten, -Diensten und -Plattformen in Deutschland. Die 2022 wieder von Mindline Media durchgeführte Studie erscheint in diesem Jahr zum fünften Mal. Auftraggeber sind neben der Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb) die Bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM), die Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg (LFK), die Landesanstalt für Medien NRW sowie der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW), der Verband Privater Medien (VAUNET) und Radio Marketing Service (RMS). Durch eine Aufstockung der durchgeführten Befragungen in Berlin und Brandenburg können für die Bevölkerung beider Bundesländer reprä- sentative Aussagen getroffen werden. Die zusätzlichen Befragungen in Berlin und Brandenburg werden von der mabb und dem Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) finanziert. www.online-audio-monitor.de

Über die Audio Trends 2022 – Länderbericht Berlin-Brandenburg

Seit 2013 erheben die Medienanstalten jährlich Daten zur Entwicklung des digitalen Hörfunks in Deutschland. Der vormalige „Digitalisierungsbericht Audio“ wurde in diesem Jahr erstmals unter dem Titel „Audio Trends 2022“ veröffentlicht. Der Länderbericht Berlin-Brandenburg wird im Rahmen dieser Erhebung von der mabb beauftragt. Die von Kantar durchgeführte Studie liefert repräsentative Ergebnisse über die Ausstattung von Berliner und Brandenburger Haushalten mit Geräten zur Radionutzung und über die Nutzungspräferenzen.

Über Medienanstalt Berlin-Brandenburg

Die mabb ist die gemeinsame Medienanstalt der Länder Berlin und Brandenburg. Im Zusammenspiel relevanter Regulierung und nachhaltiger Förderung setzt sie sich für die Sicherung der Medienvielfalt ein. Dabei unterstützt die mabb Lokaljournalismus, engagiert sich gegen Desinformation und stärkt die Informations- und Nachrichtenkompetenz von Nutzer:innen aller Generationen – für den selbstbestimmten, kritischen Umgang mit Medien und einen fairen demokratischen Diskurs. Mit ihren Einrichtungen ALEX Berlin und dem Medieninnovationszentrum Babelsberg (MIZ) ermöglicht die mabb Partizipation, schafft Aus- und Weiterbildungsangebote und fördert Innovationen für Medien in der Region.

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