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AKJ Automotive vergibt zum 20. Mal den elogistics award

Der Arbeitskreis AKJ Automotive vergab anlässlich seines 34. Jahreskongresses („Drive Automotive now! – Transformation im Produkt, in der Fabrik, der Supply Chain und der Zusammenarbeit“) am 8. Mai 2019 zum 20. Mal den elogistics award. Verliehen werden die Auszeichnungen während der festlichen Abendveranstaltung vom Vertreter der saarländischen Landesregierung, Herrn Jürgen Lenhof, Abteilungsleiter im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr des Saarlandes, gemeinsam mit den Mitgliedern der Jury.

Die Jury – bestehend aus Führungskräften der Automobilindustrie und Mitgliedern der htw saar – hat die eingereichten Projekte unter folgenden Kriterien beurteilt:

  • Innovation in Bezug auf die gewählte Anwendung
  • Originalität in Bezug auf die Anwendungsfelder in der Logistik
  • Nutzen und Mehrwert aus Sicht der Hauptanwende
  • Beschleunigungseffekte in der Wertschöpfungskette bzw. Auftragsabwicklung
  • Entwicklungsmöglichkeit und Nachhaltigkeit

Mit dem elogistics award würdigt der Arbeitskreis AKJ Automotive in erster Linie innovative Projekte, die in geeigneter Weise Logistik und Informationsverarbeitung verbinden. Besonders beachtet wird die Anwenderseite – die Jury hat ein Augenmerk darauf, ob die Lösung in der Praxis eingesetzt wird und ob sich signifikante Verbesserungen in den Prozessen ergeben haben.

Die Jury prämierte in diesem Jahr insgesamt zwei eingereichte Lösungen mit dem elogistics award und eine Lösung mit dem elogistics tool award:

Kategorie Digitalisierung: „Agile Digitalisierung in der Logistikplanung“ der BMW AG

Die Herausforderung: Die moderne Automobilproduktion erfordert ausgeklügelte Logistikprozesse, die teilweise unter großem Zeitdruck geplant und implementiert werden müssen. Es ist heute notwendig, die Logistikplaner mit digitalen Werkzeugen in die Lage zu versetzen, den stark gestiegenen Anforderungen an Geschwindigkeit, Genauigkeit und Beachtung einer Vielzahl von Restriktionen gerecht werden zu können.

Die Lösung: BMW hat die Logistikplanung durch verschiedene digitale Werkzeuge beschleunigt. Dazu gehört ein neues technisches Änderungsmanagement, das die Konzepte der Robotic Process Automation (RPA) nutzt und auch KI-Methoden implementiert. Vorteile dieser Lösung sind die Verringerung der Durchlaufzeit, die Erhöhung der Datenqualität, die Stabilisierung der Prozesse, die Unabhängigkeit der Anwesenheit bestimmter Mitarbeiter und verringerte Fehleranfälligkeit. Ein weiteres digitales Werkzeug der Logistikplaner ist das virtuelle Werk, das durch Scannen der realen Fabrikstruktur entsteht. Die geometrische Punktwolke des 3D-Scans erhält durch Fotos eine Textur und kann bestehende reale Markierungen (Labels) erkennen und erfassen. Dadurch wird die reale Situation im Werk in einem wirklichkeitsnahen Rechnermodell repräsentiert, das für die Simulation geplanterLogistikprozesse genutzt werden kann.

Kategorie Automatisierung: „Full Flexible AGV System @ Body Shop“ der Daimler AG

Die Herausforderung: Im Mercedes-Benz-Werk in Tuscaloosa (USA, Alabama) sollte ein neuartiger Karosserie-Rohbaus entstehen, der auf die bisherige starre Fördertechnik verzichtet und sich wesentlich flexibler auf veränderter Anforderungen einstellen kann. Es entstand die Vision eines wandlungsfähigen Rohbaus.

Die Lösung: Der neue Rohbau integriert eine große Anzahl an lasttragenden FTF (fahrerlose Transportfahrzeuge) mit einer übergeordneten Steuerung in das Produktionsflussmanagement. Im
Oktober 2018 wurde das Gesamtsystem mit 95 FTF in Betrieb genommen, das in dieser Größenordnung im Bereich Rohbau mit dem hohen Anspruch an Flexibilität im Fertigungsfluss bisher noch an keinem anderen Ort umgesetzt wurde. Das Konzept hat sich bewährt und wird auch in den Werken Kecskemét Ungarn) und Peking (China) zum Einsatz kommen.

Tool award: „Airmates“ der time:matters GmbH

Die Herausforderung: Nicht immer sind logistische Transportaufgaben langfristig planbar und dann muss eine flexibel und schnelle Lösung gefunden werden. Seit vielen Jahren gibt es das Konzept der Onboard-Kuriere, die eilige Warensendungen als Handgepäck im Flugzeug mit sich führen und die reibungslose Auslieferung beim Empfänger sicherstellen. Wie kann dieses Geschäftsmodell digitalisiert werden, um die Geschwindigkeit zu steigern, den Kundennutzen zu erhöhen und die Kosten zu senken?

Die Lösung: Mit der Plattform Airmates hat das Unternehmen time:matters (eine 100%ige Tochter von Lufthansa Cargo) eine digitale Plattform aufgebaut, auf der Kunden eine Online-Anfrage für einen Transportauftrag stellen können – innerhalb von wenigen Sekunden werden die Optionen aufgelistet (mit den unterschiedlichen Preisen und Ankunftszeiten der Sendung beim Empfänger). Eine Beauftragung kann dann sofort per Knopfdruck erfolgen. Airmates transformiert das Geschäftsmodell der Onboard-Kuriere in das digitale Zeitalter und verknüpft Kunden, Kuriere und das Back-Office von time:matters in Echtzeit. In der Zukunft werden auch KI-Methoden zum Einsatz kommen, die eine bessere Prognose verschiedener Parameter (z.B. Laufzeiten) ermöglichen.

Weitere Details zu den prämierten Lösungen können beim AKJ Automotive erfragt werden (Kontakt s.u.). Auf Wunsch sind wir gerne bereit, den persönlichen Kontakt zum jeweiligen Preisträger herzustellen. Veröffentlichung frei. Wir bitten um Zusendung eines Belegexemplars.

Informationen zum Veranstalter AKJ Automotive

Der Arbeitskreis AKJ Automotive (www.akjnet.de) beschäftigt sich seit seiner Gründung im Jahr 1985 mit Strategien und Lösungen für die Neuausrichtung und Optimierung der Kernprozesse und Lieferbeziehungen in der Automobil- und Zulieferindustrie. Er versteht sich als Plattform zum Austausch von Erfahrungen für die drei beteiligten Parteien in der automobilen Wertschöpfungskette (OEM, Lieferanten und Logistikdienstleister) und bietet den Rahmen zur offenen Diskussion aktueller Fragestellungen in der Zusammenarbeit

 

 

 

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