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Pflegenotstand 2026 – Kenntnisprüfung als zentraler Hebel

Der Pflegenotstand ist im Jahr 2026 längst kein vorübergehendes Krisenszenario mehr. Er hat sich zu einer strukturellen Daueraufgabe entwickelt, die Politik, Träger und Einrichtungen gleichermaßen fordert. Trotz zahlreicher Reformen, Förderprogramme und Rekrutierungsinitiativen bleibt die Versorgungslage angespannt. Immer deutlicher zeigt sich dabei: Eine der entscheidenden Stellschrauben liegt in der Anerkennung ausländischer Pflegefachkräfte – und hier insbesondere in der Kenntnisprüfung.

Ein strukturelles Problem ohne einfache Lösung

Die Ausgangslage ist eindeutig. Laut Statistischem Bundesamt (Destatis) waren Ende 2023 in Deutschland rund 5,7 Millionen Menschen pflegebedürftig, mit weiter steigender Tendenz. Gleichzeitig arbeiten zwar über 1,7 Millionen Menschen sozialversicherungspflichtig in der Pflege, jedoch häufig in Teilzeit und unter hoher Belastung (Bundesagentur für Arbeit, Mai 2025). Pflegefachkräfte zählen laut Bundesagentur für Arbeit weiterhin zu den Engpassberufen. Im Jahr 2049 wird mit einem Engpass zwischen 280 000 und 690 000 Pflegefachkräften gerechnet (Statistisches Bundesamt, 2024).

Das zentrale Problem dabei ist weniger die absolute Zahl der Beschäftigten als das Missverhältnis zwischen wachsendem Bedarf, steigender Arbeitsbelastung und hoher Fluktuation. Selbst steigende Beschäftigtenzahlen reichen nicht aus, wenn der Bedarf schneller wächst als das Angebot. Internationale Pflegefachkräfte sind daher längst kein optionaler Zusatz mehr, sondern ein systemrelevanter Bestandteil der pflegerischen Versorgung.

Internationale Fachkräfte: großes Potenzial, komplexer Weg

Ausländische Pflegekräfte bieten ein großes Potenzial, den Pflegenotstand auszugleichen. Dieses Potenzial kann jedoch nur dann wirksam werden, wenn Anerkennungsverfahren zügig und erfolgreich abgeschlossen werden. Genau hier liegt in der Praxis häufig der Engpass.

Zwischen der Ankunft in Deutschland und der uneingeschränkten Tätigkeit als Pflegefachkraft liegt ein anspruchsvolles Anerkennungsverfahren. Abhängig vom Herkunftsland und der individuellen Ausbildung müssen Pflegekräfte entweder eine Anpassungsmaßnahme absolvieren oder eine Kenntnisprüfung ablegen. Insbesondere die Kenntnisprüfung erweist sich dabei immer wieder als kritischer Punkt.

Die Kenntnisprüfung als Engpassfaktor

Die Kenntnisprüfung soll sicherstellen, dass ausländische Pflegefachkräfte über fachlich, sprachlich, rechtlich und organisatorisch gleichwertige Kompetenzen verfügen. Geprüft werden unter anderem Pflegeprozesse und Pflegeplanung, rechtliche Rahmenbedingungen, Patientensicherheit sowie Kommunikation im deutschen Pflegekontext.

In der Praxis treffen diese Anforderungen jedoch auf mehrere Herausforderungen: sehr unterschiedliche Ausbildungsniveaus, fachsprachliche Hürden, fehlende systematische Vorbereitung und die hohe Belastung durch parallele Erwerbstätigkeit. Nicht bestandene Prüfungen sind daher keine Seltenheit – mit spürbaren Folgen. Anerkennungsverfahren verlängern sich um Monate, Personalplanung wird erschwert, Kosten steigen und Motivation geht verloren.

Warum fehlende Vorbereitung zum Systemproblem wird

Für Einrichtungen ist die Kenntnisprüfung längst kein individuelles Thema einzelner Pflegekräfte mehr, sondern ein betriebswirtschaftlicher und struktureller Faktor. Jede verzögerte Anerkennung bedeutet eine verzögerte Einsatzfähigkeit. Wiederholungsprüfungen verursachen zusätzliche Kosten und Frustration, Abbrüche führen zum Verlust dringend benötigter Fachkräfte.

Der Sachverständigenrat Gesundheit und Pflege betont in seinem Gutachten 2024 ausdrücklich, dass Produktivität und Fachkräfteeinsatz nicht allein durch Rekrutierung gesteigert werden können. Entscheidend sind gezielte Qualifizierung, strukturierte Einarbeitung und nachhaltige Entlastung. Professionelle Vorbereitung auf die Kenntnisprüfung wird damit zu einem zentralen Bestandteil moderner Fachkräftesicherung.

Was Einrichtungen 2026 wirklich brauchen

Erfolgreiche Einrichtungen überlassen den Anerkennungsprozess nicht dem Zufall. Sie begleiten ihn aktiv und strukturiert. Statt fragmentierter Eigenrecherche setzen sie auf klare Lernstrukturen, praxisnahe Inhalte entlang der Prüfungsanforderungen und eine enge Verzahnung von Fachwissen, Sprache und deutschem Pflegealltag. Zeitlich flexible Formate, die sich mit dem Arbeitsalltag vereinbaren lassen, sind dabei ebenso entscheidend wie die Förderfähigkeit der Angebote, um finanzielle Hürden zu senken.

Digitale Prüfungsvorbereitung als Teil der Lösung

Genau hier setzen AZAV-geförderte Prüfungsvorbereitungen an. Sie ermöglichen standardisierte Qualität, strukturierte Curricula entlang der Anforderungen der Kenntnisprüfung und eine Förderung über die Agentur für Arbeit oder das Jobcenter.

Lecturio bietet seit Kurzem eine AZAV-zertifizierte hybride Prüfungsvorbereitung speziell für die Anerkennungsprüfung ausländischer Pflegefachkräfte an. Der Ansatz verbindet fachliche Tiefe mit digitaler Skalierbarkeit und praxisnahen Inhalten – mit dem Ziel, Einrichtungen konkret zu entlasten und Anerkennungsverfahren nachhaltig zu verkürzen.
(Weitere Informationen: https://www.lecturio.de/unternehmen/anerkennung-pflege/)

Fazit: Die Kenntnisprüfung ist kein Randthema mehr

Der Pflegenotstand 2026 lässt sich nicht allein durch mehr Ausbildungsplätze oder intensivere Rekrutierung lösen. Die Anerkennung ausländischer Pflegekräfte ist der Flaschenhals – und die Kenntnisprüfung dessen engste Stelle. Einrichtungen, die Anerkennungsprozesse strategisch denken, Prüfungsvorbereitung als Investition begreifen und förderfähige, strukturierte Lösungen nutzen, verschaffen sich einen klaren Vorteil.

Wer die Kenntnisprüfung erfolgreich begleitet, gewinnt schneller qualifizierte Pflegefachkräfte und stärkt damit nachhaltig die eigene Versorgungsfähigkeit. Lassen Sie sich von uns beraten unter 0341 98994748.

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