>> Lesestoff, interessante Berichte & Top-News

ANÜ in Engineering und IT: Fachkräfte schätzen Projektvielfalt – Integration bleibt entscheidend

ANÜ-Fachkräfte in Engineering und IT bringen Erfahrung, Methodenwissen und neue Perspektiven in technische Projekte. Dieses Potenzial entsteht jedoch nicht automatisch. Es wird dort wirksam, wo Einsätze professionell vorbereitet, begleitet und integriert werden. Eine Studie von SALT AND PEPPER zeigt: Viele Beschäftigte verbinden Arbeitnehmerüberlassung nicht nur mit kurzfristigen Einsätzen, sondern auch mit fachlicher Entwicklung, Projektvielfalt und neuen Karrierewegen. Gleichzeitig bleiben Sicherheit, Zugehörigkeit und klare Perspektiven zentrale Faktoren für eine erfolgreiche Zusammenarbeit.

Besonders auffällig: 40,9 % der Befragten schätzen an Arbeitnehmerüberlassung vor allem die Möglichkeit, verschiedene Unternehmen kennenzulernen. 34,7 % sehen ANÜ als Einstieg in neue Berufsfelder, 32,2 % nennen wechselnde Herausforderungen als Vorteil. Gerade in technischen Projektumfeldern kann ANÜ damit Zugang zu unterschiedlichen Branchen, Technologien, Methoden und Organisationsformen schaffen.

Die Studie zeigt zugleich deutliche Vorbehalte: 47,8 % der Befragten sorgen sich um geringere Arbeitsplatzsicherheit, 46,9 % um eine geringere Verbundenheit mit Team und Unternehmen. 39,5 % empfinden häufige Wechsel der Auftraggeber oder Projekte als potenzielle Belastung. Hinzu kommen Sorgen um Gehalt und Karriereentwicklung.

Beschäftigte erleben ANÜ differenzierter als ihr Image

Die Studienergebnisse machen deutlich: ANÜ sollte im Engineering- und IT-Kontext nicht allein als kurzfristige Kapazitätslösung verstanden werden. Externe Fachkräfte in Entwicklungs-, Software-, Automatisierungs- und IT-Projekten besetzen nicht nur offene Rollen. Sie bringen Erfahrungen aus anderen Projekten, Branchen und Organisationen mit.

Für Unternehmen ist dieser Perspektivwechsel relevant. Gerade in technischen Projektumfeldern entscheiden Ramp-up, Methodenwissen, Schnittstellenverständnis und Teamfähigkeit darüber, wie schnell externe Expertise wirksam wird. Wer ANÜ strategisch einsetzt, sollte deshalb nicht nur auf Verfügbarkeit schauen, sondern auch auf die Rahmenbedingungen, unter denen Fachkräfte ihr Know-how einbringen können.

„Damit ANÜ für Beschäftigte zur echten Karriereoption wird, müssen Unternehmen und Dienstleister Sicherheit, Integration und Perspektive stärker strukturell verankern“, sagt Markus Wolfgramm, Geschäftsführer bei SALT AND PEPPER Technology. „Gerade im Engineering und in der IT entscheidet nicht allein die fachliche Qualifikation. Wichtig ist auch, ob Menschen im Projekt sichtbar werden, ihre Rolle verstehen und ihre Expertise tatsächlich einbringen können.“

Auch aus Beschäftigtensicht kann die Vielfalt der Projekte ein wichtiger Faktor sein. Markus Puggé, Expert Technology Consultant bei SALT AND PEPPER, beschreibt seine Erfahrung so: „In jedem neuen Projekt habe ich nicht nur fachlich dazugelernt, sondern auch persönlich viel mitgenommen – genau diese Vielfalt und Abwechslung machen für mich den besonderen Reiz der ANÜ aus.“

Zugehörigkeit beeinflusst Projektwirkung

Besonders deutlich zeigt sich der Handlungsbedarf bei der Teamzugehörigkeit. Mit 46,9 % zählt eine geringere Verbundenheit mit Team und Unternehmen zu den größten Sorgen der Befragten. Für Engineering- und IT-Projekte ist das mehr als ein kulturelles Thema. Wenn externe Fachkräfte isoliert eingesetzt werden, leiden Ramp-up, Wissenstransfer und Projektstabilität.

Unternehmen können diesem Risiko aktiv begegnen: durch strukturiertes Onboarding, klare Rollen, transparente Kommunikation, Zugang zu relevanten Informationen, Einbindung in Meetings und eine geplante Übergabe am Projektende. Entscheidend ist, dass ANÜ-Fachkräfte in technischen Projektumfeldern nicht nur fachlich angefragt, sondern im Projekt als Teil des Teams verstanden werden.

Der Report zeigt zugleich, dass hier noch Potenzial ungenutzt bleibt. 57,6 % der Befragten bestätigen Vorbehalte in Stammbelegschaften gegenüber ANÜ-Kolleg:innen. 42 % erleben sie sogar als Fremdkörper. Diese Wahrnehmung ist häufig weniger eine Frage der Fachkräfte selbst als der Strukturen, in die sie eingebunden werden: fehlende Kommunikation, unklare Zuständigkeiten oder mangelnde Transparenz im Team.

Was Unternehmen daraus lernen können

Für Entscheider:innen in Engineering und IT ergibt sich daraus eine klare Konsequenz: Moderne ANÜ muss stärker aus der Perspektive der Menschen gedacht werden, die technische Projekte tragen. Beschäftigte suchen fachliche Entwicklung, Projektvielfalt und neue Einsatzfelder. Zugleich brauchen sie verlässliche Rahmenbedingungen, klare Rollen und Zugehörigkeit im Projektteam.

Das gilt über Karrierephasen hinweg. Young Professionals können über ANÜ Praxiserfahrung sammeln und neue Berufsfelder kennenlernen. Erfahrene Fachkräfte können ihr Wissen in unterschiedlichen Projektumfeldern einbringen und sich fachlich weiterentwickeln. Für Unternehmen liegt der Nutzen darin, externe Expertise schneller wirksam zu machen und zugleich Wissenstransfer im Projekt besser zu sichern.

„Ob ANÜ ihr Potenzial entfaltet, entscheidet sich im Alltag des Projekts“, so Wolfgramm. „Wer externe Fachkräfte gut integriert, erhöht nicht nur deren Motivation. Er verbessert auch Ramp-up, Wissenstransfer und damit den Projekterfolg.“

Von der Beschäftigtenperspektive zur Projektwirkung

Der SALT AND PEPPER-ANÜ-Report zeigt damit: Die Frage, wie Beschäftigte ANÜ erleben, ist für Unternehmen im Engineering- und IT-Umfeld nicht nur eine arbeitsmarkt- oder kulturpolitische Frage. Sie hat direkte Auswirkungen auf Projektqualität, Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit.

Wer ANÜ strategisch einsetzen will, sollte deshalb nicht nur die Vertragsform betrachten, sondern die Zusammenarbeit im Projekt. Entscheidend ist, ob externe Expertise schnell eingebunden, fachlich genutzt und in nachhaltige Projektwirkung übersetzt wird.

Vollständige Ergebnisse

Die vollständige Studie mit vertiefenden Daten, Modellrechnungen und Praxisimpulsen steht hier zum Download bereit:
https://salt-and-pepper.eu/research/anue-report-2025/

Über die Studie

Im Rahmen seines ANÜ-Reports hat der Engineering- und IT-Dienstleister SALT AND PEPPER untersucht, wie Arbeitnehmerüberlassung heute genutzt wird, welche Barrieren bestehen und welche strategischen Potenziale insbesondere im Engineering- und IT-Umfeld bislang ungenutzt bleiben.

Die Datengrundlage bilden Online-Umfragen der Civey GmbH, die im Auftrag von SALT AND PEPPER durchgeführt wurden. Der Befragungszeitraum lag zwischen dem 04.07. und dem 29.07.2025. Insgesamt wurden 1.000 Antworten von Erwerbstätigen erhoben, die sich beruflich mit dem Thema Arbeitnehmerüberlassung beschäftigen, sowie 250 Antworten von Erwerbstätigen im Bereich IT, Entwicklung und Forschung, die beruflich Personalentscheidungen treffen und in einem Büro arbeiten.

Über die SALT AND PEPPER Gruppe

SALT AND PEPPER ist eine deutschlandweit tätige Unternehmensgruppe mit Hauptsitz in Bremen. Sie bietet hochwertige Engineering-Dienstleistungen, Softwareentwicklung und Weiterbildung aus einer Hand. Mit viel Know-how arbeiten rund 450 Mitarbeitende an sieben Standorten an den zentralen Herausforderungen von Industrie 4.0 und Digitalisierung. Die Unternehmenswerte Mut, Professionalität, Respekt, Kreativität und Leidenschaft machen SALT AND PEPPER zu einem branchenübergreifenden Fortschrittspartner und einer One-Stop-Lösung für die deutsche Wirtschaft.

Firmenkontakt und Herausgeber der Meldung:

SALT AND PEPPER Gruppe
Fahrenheitstr. 11
28359 Bremen
Telefon: +49 (421) 691070-0
Telefax: +49 (421) 691070-10
http://www.salt-and-pepper.eu

Ansprechpartner:
Martin Löwe
Manager Externe Kommunikation / Pressesprecher
E-Mail: m.loewe@salt-and-pepper.eu
Für die oben stehende Story ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmenkontakt oben) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber des Pressetextes, sowie der angehängten Bild-, Ton-, Video-, Medien- und Informationsmaterialien. Die United News Network GmbH übernimmt keine Haftung für die Korrektheit oder Vollständigkeit der dargestellten Meldung. Auch bei Übertragungsfehlern oder anderen Störungen haftet sie nur im Fall von Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit. Die Nutzung von hier archivierten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Eine systematische Speicherung dieser Daten sowie die Verwendung auch von Teilen dieses Datenbankwerks sind nur mit schriftlicher Genehmigung durch die United News Network GmbH gestattet.

counterpixel