Beim Babyphone trifft diese Sorge auf den empfindlichsten Fall, weil Bild und Ton aus einem Raum kommen, in dem ein Kind schläft. Wer die Abhängigkeit vom Heimnetz vermeiden will, greift zu Geräten mit direkter Funkstrecke — bei Babyphones mit Kamera und langer Akkulaufzeit ist die Bauform ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal.
Zwischen beiden Bauarten verläuft die eigentliche Trennlinie. Ein Gerät mit eigener Funkstrecke ist auf den Haushalt begrenzt und genau deshalb von außen schwer erreichbar; eines mit Netzanbindung kann mehr und ist aus demselben Grund angreifbarer.
Wer dagegen aus der Ferne mitschauen möchte, kommt um eine Netzanbindung nicht herum. Damit gelten für das Gerät dieselben Anforderungen wie für jede andere Kamera im Haushalt.
Die Bedienung ist gelöst, die Zugriffsfrage nicht
Zwei Werte aus derselben Befragung bewegen sich gegenläufig. Die Klage über komplizierte Installation fiel von 27 auf 18 Prozent, die über umständliche Bedienung von 23 auf 13 Prozent. Die Sorge vor unbefugtem Zugriff blieb dagegen auf hohem Niveau.
Das ist erklärbar: Bedienbarkeit verbessert sich mit jeder Gerätegeneration sichtbar, Sicherheit nicht. Ob ein Gerät noch Aktualisierungen erhält, sieht man ihm nicht an — und die 85 Prozent, die ihre Geräte über das Heimnetz verbinden, hängen damit an dessen schwächstem Glied. Was ein deutschsprachig bedienbarer Monitor mit App-Anbindung mitbringen muss, entscheidet sich deshalb an Rechteverwaltung und Aktualisierbarkeit.
„Bei diesen Geräten ist die Frage nach der Funkstrecke keine technische Vorliebe. Sie entscheidet, ob das Gerät überhaupt am Internet hängt“, sagt Alexander Weipprecht, Geschäftsführer der Provimedia GmbH.
Was die Befragung zum vernetzten Haushalt zeigt
Nach Angaben der Untersuchung stellt sich die Lage wie folgt dar:
- 65 Prozent der Befragten nutzen mindestens ein smartes Gerät.
- Multimediageräte wie Fernseher und Musiksysteme führen mit 57 Prozent.
- Sprachassistenten folgen mit 46 Prozent, Sicherheitslösungen wie Kameras und Türschlösser mit 26 Prozent.
- 39 Prozent fürchten Hackerangriffe oder unbefugten Zugriff, 35 Prozent den Missbrauch persönlicher Daten.
- Als Verbindungsstandard nutzen 85 Prozent das heimische Funknetz.
- Kritik an komplizierter Bedienung ging von 23 Prozent im Jahr 2024 auf 13 Prozent zurück.
Direkte Funkstrecke oder Netzanbindung — zwei verschiedene Geräte
Ein Babyphone mit direkter Funkverbindung überträgt in einer geschlossenen Strecke zwischen Sender und Empfänger. Es funktioniert bei Ausfall des Internetzugangs weiter und ist von außen nicht erreichbar. Der Preis dafür ist die Reichweite: Es endet an der Wohnungsgrenze.
Ein netzgebundenes Gerät kehrt beides um. Es liefert Bild und Ton auf jedes Mobilgerät, überall — und bringt damit dieselben Anforderungen mit wie jede andere Kamera im Haushalt: eigenes Kennwort, regelmäßige Aktualisierung, getrenntes Gastnetz.
Worauf beim Kauf zu achten ist
Die nächste Ausgabe der Verbraucherbefragung wird zeigen, ob die Sorge vor unbefugtem Zugriff mit der Verbreitung weiter steigt oder sich normalisiert.
Für die Kaufentscheidung genügen drei Prüfpunkte. Erstens die Frage nach dem Fernzugriff: Wird das Bild nur im Haus gebraucht, spricht wenig für eine Netzanbindung. Zweitens die zugesagte Dauer der Aktualisierungen, die viele Hersteller gar nicht erst nennen. Drittens die Möglichkeit, das Gerät in ein getrenntes Netz zu stellen. Wer diese Angaben nicht findet, hat sie in aller Regel auch nicht.
Die Provimedia GmbH ist ein Online-Verlag mit Sitz in der Region Stuttgart. Wir schaffen wertvolle Informationen in unterschiedlichen Branchen um Wissen schnell und einfach zugänglich zu machen. Wir haben uns auf übersichtliche Webseiten und Auffindbarkeit von Informationen spezialisiert.
Provimedia GmbH
Weidenweg 12
74321 Bietigheim-Bissingen
Telefon: +49 (7142) 3442727
Telefax: +49 (7142) 2279985
http://provimedia.de
CEO
Telefon: +49 (7142) 3442727
E-Mail: info@provimedia.de
![]()