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Neue Studie: Direct-to-Consumer wird für Hersteller zum Balanceakt zwischen Kundennähe und Handel

Der direkte Zugang zu Endkundinnen und Endkunden entwickelt sich zu einem zentralen Wettbewerbsfaktor in der Konsumgüterindustrie. Gleichzeitig stehen Hersteller vor der Herausforderung, neue Direct-to-Consumer-Strategien (D2C) mit bestehenden Handels- und Retailpartnerschaften in Einklang zu bringen. Das zeigt die neue Studie „D2C: Wachstumstreiber in der Konsumgüterindustrie“, die von techconsult im Auftrag SYBIT durchgeführt wurde. Für die Untersuchung wurden 200 Unternehmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz befragt.

Die Studie belegt, dass Direct-to-Consumer längst kein Nischenthema mehr ist. 79 Prozent der befragten Unternehmen sehen den direkten Kundenzugang als strategisch zunehmend relevant an. Gleichzeitig betrachten 71 Prozent D2C als Bestandteil einer umfassenderen Customer-Experience-Strategie und nicht lediglich als zusätzlichen Vertriebskanal.

Wachstumspotenzial trifft auf Interessenskonflikte

Der direkte Vertrieb eröffnet Unternehmen die Möglichkeit, eigene Kundendaten aufzubauen, Kundenbeziehungen zu stärken und zusätzliche Umsatzpotenziale zu erschließen. Gleichzeitig entsteht ein Spannungsfeld zwischen Herstellern und etablierten Vertriebspartnern.

Zu den größten Herausforderungen im Zusammenspiel von Direktvertrieb und Handel zählen Preis- und Margenkonflikte (34 Prozent), uneinheitliche Preis- und Promotionsstrategien (32 Prozent) sowie Konflikte um Kundendaten und Customer Ownership (31 Prozent). Ebenfalls häufig genannt werden Schwierigkeiten bei der Abstimmung zwischen Online- und Offline-Kanälen sowie unterschiedliche Erwartungen an Markenauftritt und Kundenerlebnis.

Der Wandel hat gerade erst begonnen

Obwohl D2C für viele Unternehmen hohe strategische Relevanz besitzt, befindet sich die Mehrheit noch mitten in der Transformation. Während 35 Prozent der Unternehmen D2C bereits fest in ihr Vertriebsmodell integriert haben, arbeiten 39 Prozent aktuell an Pilotprojekten. Weitere 19 Prozent analysieren die Potenziale des Modells, ohne bisher konkrete Initiativen umgesetzt zu haben.

Die Ergebnisse zeigen zudem, dass Unternehmen den Direktvertrieb zunehmend als ganzheitliches Ökosystem verstehen. Neben eigenen Onlineshops gewinnen Mobile Apps, Social Commerce, Serviceportale sowie Angebote für Zubehör, Ersatzteile und After-Sales-Services an Bedeutung.

Daten und Integration werden zum entscheidenden Erfolgsfaktor

Die Studie macht deutlich, dass technologische Herausforderungen allein nicht über Erfolg oder Misserfolg entscheiden. Als größte Hürden nennen die Befragten Datenschutz- und Compliance-Anforderungen (60 Prozent), die Integration von D2C in bestehende Vertriebsstrukturen (56 Prozent) sowie organisatorische Veränderungen und fehlende Kompetenzen (jeweils 51 Prozent).

Zudem fehlen vielen Unternehmen die Voraussetzungen für eine konsolidierte Kundensicht. Fehlende Kundendaten, mangelnde Integration von CRM-, ERP-, Commerce- und Service-Systemen sowie unzureichende Echtzeitdaten erschweren den Aufbau datengetriebener Vertriebs- und Serviceprozesse.

KI soll die Transformation beschleunigen

Künstliche Intelligenz wird von vielen Unternehmen als wichtiger Hebel für den Ausbau ihrer D2C-Aktivitäten betrachtet. Die größten Potenziale sehen die Befragten in der Automatisierung von Marketingprozessen (45 Prozent), der Optimierung von Vertriebsprozessen (42 Prozent) sowie in personalisierten Kundenerlebnissen und der Analyse von Kundendaten (jeweils 39 Prozent).

Fazit

Die Studie zeigt: Unternehmen erkennen zunehmend, dass Direct-to-Consumer weit mehr bedeutet als einen eigenen Onlineshop zu betreiben. Entscheidend ist die Fähigkeit, direkte Kundenbeziehungen aufzubauen, ohne bestehende Partnerstrukturen zu beschädigen. Die eigentliche Herausforderung liegt darin, Kundennähe, Datenhoheit und Handelspartner in ein gemeinsames Erfolgsmodell zu überführen.

Studie kostenlos herunterladen

Die vollständige Studie„D2C: Wachstumstreiber in der Konsumgüterindustrie“ steht kostenfrei zum Download bereit: https://www.sybit.com/de/wir/studien/d2c

Über die Studie

Die Studie wurde von techconsult im Auftrag von SYBIT durchgeführt. Befragt wurden 200 Unternehmen der Konsumgüterindustrie mit mindestens 250 Mitarbeitenden in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Ziel der Untersuchung war es, den Status quo, die Ziele, Herausforderungen und Zukunftsperspektiven des Direct-to-Consumer-Geschäfts zu analysieren.

Über die Sybit GmbH

SYBIT ist Europas führender Full-Service-Anbieter für Customer Experience (CX) mit dem höchsten Maß an Erfahrung und Spezialisierung auf dem Markt. Unsere strategischen und operativen Fähigkeiten ermöglichen es unseren Kunden, einen Wettbewerbsvorteil zu erlangen, indem sie zu Champions im Bereich Customer Experience werden. Wir decken alle kundenorientierten Prozesse über alle Touchpoints in jedem Geschäftsbereich ab. Wir entwickeln Strategien, planen, erstellen, gestalten und implementieren.

Die herausragende Qualität unserer Kompetenzen in den Bereichen Beratung, Technologie, Prozesse und kreative Arbeit wird durch zahlreiche Auszeichnungen dokumentiert, die sowohl SYBIT als auch unsere Kunden für unsere Arbeit erhalten haben. SYBIT hat weltweit die meisten CX-Projekte umgesetzt.

Während wir mit Weltmarktführern und „Hidden Champions“ aus einer Vielzahl von Branchen zusammenarbeiten, liegt unsere tiefste Expertise in den Industrien der Fertigung und Konsumgüter.

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Als Teil des weltweit größten SAP-Partners, NTT Data Business Solutions, bieten wir alles, was für Transformationen benötigt wird. Wir zählen zu den besten Arbeitgebern in Deutschland und pflegen starke Beziehungen zu herausragenden Menschen.

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