So klappt der Wechsel des Festnetzanbieters

Durch einen Wechsel des Telefon- und Internetanbieters können Verbraucher viel Geld sparen – insbesondere, wenn sie schon jahrelang bei ein und demselben Unternehmen Kunde sind. Damit der Übergang möglichst reibungslos läuft, ist das richtige Vorgehen wichtig. "Die Kündigung des alten Festnetzanschlusses, der oft mit einem Internetanschluss kombiniert ist, sollte der Kunde bei einem Wechsel nicht selbst vornehmen, sondern dem neuen Anbieter überlassen. Andernfalls können sich die beteiligten Anbieter nicht optimal abstimmen und man riskiert, länger ohne Anschluss dazustehen", rät Bettina Seute vom Onlinemagazin teltarif.de.

Laut Telekommunikationsgesetz darf die Leitung während des Wechsels aber maximal 24 Stunden lang unterbrochen sein. "Sollte es beim Anbieterwechsel Verzögerungen geben, muss der alte Anbieter die Festnetz- beziehungsweise Internet-Versorgung so lange
aufrechterhalten, bis eine Lösung gefunden wurde", erklärt Seute. "Kommt es zu Unstimmigkeiten zwischen den Vertragspartnern, kann die Bundesnetzagentur als neutrale Instanz hinzugezogen werden. Diese versucht zu schlichten, sodass teure Gerichtsverfahren vermieden werden." In der Regel sind Anbieterwechsel jedoch störungsfrei möglich, wenn gewisse Punkte beachtet werden. Eine wichtige Voraussetzung ist, dass der Kunde die Vertragslaufzeit im Blick hat. Auch wenn er die Kündigung nicht selbst verschickt, muss er den Antrag beim neuen Anbieter früh genug einreichen. Bei einer Laufzeit von 24 Monaten, die noch immer weit verbreitet ist, gilt meist eine Kündigungsfrist von drei Monaten.

In jedem Fall wichtig: Das Kleingedruckte genau lesen und nicht aus Versehen unerwünschte, kostenpflichtige Zusatzoptionen buchen. Im Internet beispielsweise müssen mitunter bereits gesetzte Häkchen wieder entfernt werden. "Wechselwillige sollten sich viel Zeit nehmen. Es ist wichtig, alle persönlichen Daten wie Namen und Adresse exakt so anzugeben, wie sie beim alten Anbieter vorliegen. Abweichungen erschweren die Zuordnung und Abwicklung des Auftrags. Wer seine bisherigen Rufnummern behalten möchte, muss diese bereits im Bestellprozess korrekt angeben, damit die Übertragung funktioniert", fasst Bettina Seute abschließend zusammen.



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