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“Künstliche Intelligenz braucht intelligente Künstler”

Yes we prompt, das ist der Name der Agentur von Claudia Bußjaeger. Mit ihrer Erfahrung in der Werbebranche hat sie schon viele Bereiche abgedeckt und widmet sich in einem neuen Projekt der Arbeit mit KI und KI-Künstlern. Wir haben mit ihr über Möglichkeiten, Potenziale und Anwendungen gesprochen.

Kannst du kurz beschreiben was ihr macht und wie ihr aufgestellt seid? Wer steht hinter der Agentur?

Nun, wir sind die erste Agentur, die KI-Artists repräsentiert und vertritt. Meine Künstler kommen aus der Architektur, Fotografie, Film, Graphik-Design, Illustration, Konzept, Kreativdirektion und Postproduction / 3D / CAD / CGI. Hinter yesweprompt stehe ich, Claudia Bußjaeger. Ich bin seit (leider jetzt schon) 34 Jahren in der Werbung. Erst als Assistentin von  Kreativ-Geschäftsführern großer Agenturen, dann wurde mein Talent als Art-Buyerin entdeckt. Damit habe ich mich 2002 dann selbstständig gemacht. Ein paar Jahre später kam FFF-Producerin dazu und 2010, als ich nach Berlin umgezogen bin, dann auch Fashion. 2022 habe ich ein Jahr lang eine Postproduktion für Werbefilme in Berlin geleitet. Ich kenn mich also mit Bildern und Filmen ziemlich gut aus.

Seit wann gibt es euch?

Die Idee wurde am 20. April 2023 geboren, und am 8. Mai 2023 sind wir online gegangen.

Wie kam dir die Idee zu yesweprompt?

Nun, nachdem ich aufwache, muss ich immer erst mal meinen Kopf “zum Laufen” bringen und das mache ich mit Spielen auf dem Handy … und beim Spielen kommen mir immer Ideen in den Kopf. Was bei anderen das Duschen ist. Nun, am 20. April dachte ich, warum mache ich eigentlich keine Agentur für KI-Künstler auf. Fotografen hatten mich immer schon gefragt, ob ich denn nicht eine Fotografenrepräsentanz starten will und ich lehnte immer ab mit dem Argument, dass ich ja dann nur Fotografen repräsentieren könnte. Und ich kenne doch so viele guten Regisseure, Illustratoren, Kreative und Fotografen … mit KI war diese Grenze aufgehoben und ich kann mit allen tollen Leuten arbeiten, die mit KI arbeiten. Egal aus welcher Ecke sie kommen. Und der Name sollte positiv sein und nicht “verstecken”, was wir machen. Also, yes we prompt. Ganz wie “yes we can” von Barack Obama. Positiv, motivierend und auf den Punkt.

Welche Anwendungen hat KI-generierter Content gerade? 

Bei Film müssen wir uns wohl noch ein bisschen gedulden und auch die großen Konzerne haben noch Ihre Bedenken wegen der teilweise ungeklärten Rechtsfragen. Aber gerade wird die Modewelt auf uns aufmerksam.

Und was kann KI weniger gut?

Derzeit können Produkte noch nicht zu 100 % realistisch dargestellt werden. Hier ist oft zusätzliche Postproduktion oder 3D-Gestaltung erforderlich. Diese Technologie wird jedoch kontinuierlich verbessert. Aber auch das wird besser werden.

Denkst du KI ist eine Ergänzung oder ein Ersatz für klassische Fotografie?

Die klassische Fotografie wird nicht verschwinden, aber ihre Bedeutung könnte sich verschieben. Zum Beispiel werden Fotografen vielleicht nicht mehr für die Aufnahme von Windrädern oder Landschaften beauftragt (es sei denn, es handelt sich um ikonische Orte wie die Skyline von Shanghai oder Hongkong). Wetterbedingungen können in der klassischen Fotografie eine Herausforderung darstellen. Das Problem hat man bei KI generierten Bilder schon mal nicht.

Welche Vorurteile gibt es gegenüber KI-Bildern?

Ein Vorurteil ist, dass KI-Bilder nicht realistisch sind und die KI in bestimmten Richtungen trainiert ist. Beides ist teilweise richtig. Ein KI-Bild ist zwar nicht real, kann aber mit den richtigen Vorgaben ein realistisches Bild erstellen. Es ist wichtig zu verstehen, wie die KI trainiert ist, um Vorurteile zu überwinden. Zum Beispiel wird immer ein weißer Mann erscheinen, wenn man eine “Business Person” prompted. Man muss also seinen Blick daraufhin schärfen, was man selbst im Kopf hat. Vielleicht eine junge Frau mit Jeans und einem Laptop unterm Arm?

Wie schaust du in die kommenden Jahre? Was wird sich verändern?

Erstmal bin ich gespannt, wann Sora, eine neue KI für Videoerstellung, kommt und wie gut man Filme prompten kann, wie die Renderzeiten sind und was es am Ende kosten wird. Ich kann nur sagen, was sich nicht verändern wird: dass die Künstliche Intelligenz nicht ohne intelligente Künstler funktionieren wird. Ich hoffe, das bleibt auch so..

Welchen Tipp würdest du Leuten an die Hand geben, die mehr mit KI arbeiten wollen?

Einfach alles ausprobieren. Es gibt ja meistens Testversionen und wo einem das Interface zusagt und man ins sogenannte Rabbithole fällt … da dann weitermachen und dranbleiben. Und: Bitte keine Angst vor der KI. Das Spannende ist, die KI-Welt verändert sich so schnell, da ist keiner der perfekte Profi.

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