Das rund 27,4 Kilometer lange Shimla‑Bypass‑Projekt wurde konzipiert, um den Durchgangsverkehr aus der Stadt Shimla herauszuführen, städtische Staus zu reduzieren und gleichzeitig die regionale Mobilität im gebirgigen Bundesstaat zu verbessern. Die Trasse umfasst mehrere Tunnel, Brücken und Durchlässe und verläuft durch geologisch sensibles Himalaya‑Gelände. Komplexe Gesteinsformationen, sowie die Nähe zu besiedelten Gebieten erfordern eine besonders sorgfältige Bauplanung.
Epiroc Technik überwindet Einschränkungen in sensiblen Tunnelabschnitten
Ein wesentlicher Teil der Tunnelarbeiten wurde mit dem konventionellen Sprengvortrieb nach der Neuen Österreichischen Tunnelbauweise (NATM) ausgeführt, die flexible Sicherungsmaßnahmen auf Basis des beobachteten Gebirgsverhaltens erlaubt. Obwohl sich NATM grundsätzlich für die variablen geologischen Bedingungen im Himalaya eignet, führten Einschränkungen beim Sprengen in bestimmten Tunnelabschnitten – insbesondere in der Nähe bewohnter Zonen – zu Herausforderungen in Bezug auf Erschütterungskontrolle, Sicherheitsauflagen und Bauzeiten.
Zur Bewältigung dieser Rahmenbedingungen führte Epiroc eine detaillierte technische Analyse durch und empfahl den Einsatz des Hydraulikhammers HB 3600 DP. Dieses Anbaugerät wurde als Alternative eingeführt, um den Vortrieb auch dort aufrechtzuerhalten, wo Sprengarbeiten eingeschränkt oder zeitweise ausgesetzt waren.
Für den Untertageeinsatz wurden mehrere technische Anpassungen vorgenommen, unter anderem hinsichtlich Tunnelquerschnitt, Arbeitszyklen und Dauerbelastung. Nach der Inbetriebnahme und einer kurzen Stabilisierungsphase lieferte der Abbruchhammer eine gleichmäßige und präzise Löseleistung und ermöglichte einen kontinuierlichen Tunnelvortrieb, ohne Sicherheits‑ oder Genehmigungsanforderungen zu beeinträchtigen.
Schulungen und Vor‑Ort‑Support stärken die Projektausführung
Über die reine Bereitstellung der Ausrüstung hinaus unterstützte Epiroc das Projekt durch strukturierte Schulungen zu Betrieb und Wartung für Ingenieure und Baustellenpersonal. Der Fokus lag dabei auf Zuverlässigkeit, Verschleißmanagement und sicherem Untertagebetrieb. Ergänzende Bedienerschulungen trugen dazu bei, den hydraulischen Abbruchhammer auch unter anspruchsvollen Einsatzbedingungen effizient zu nutzen.
Dieser integrierte Ansatz ermöglichte eine schnelle Einbindung der Maschine in den Bauablauf, eine höhere technische Verfügbarkeit und eine verlässliche Leistungs während kontinuierlicher Vortriebszyklen – entscheidende Faktoren bei Tunnelprojekten mit langer Laufzeit und hohen regulatorischen sowie geologischen Anforderungen.
Epiroc sieht wachsende Bedeutung mechanisierter Vortriebslösungen im Himalaya
Peter Royston, Business Line Manager – Attachments Division bei Epiroc India, kommentierte das Projekt:
„Mit derzeit rund drei Kilometern Tunnelbau in Ausführung zeigt dieses Projekt, wie mechanisierte, präzisionsorientierte Vortriebslösungen den Baufortschritt sichern können, wenn konventionelle Sprengverfahren eingeschränkt sind. Ähnliche Infrastrukturprojekte in sensiblen Regionen werden künftig verstärkt auf solche Technologien setzen, um Sicherheit, Regelkonformität und Produktivität in Einklang zu bringen.“
Stärkung der regionalen Anbindung
Nach Fertigstellung soll der unterirdische Shimla‑Bypass den innerstädtischen Verkehr deutlich entlasten, die Reisezeiten entlang des NH‑5‑Korridors verkürzen und die Anbindung innerhalb von Himachal Pradesh sowie nach Nordindien verbessern. Langfristig werden sozioökonomische Vorteile erwartet, unter anderem durch die Förderung von Tourismus, Handel und einen sichereren Verkehr im Gebirgsraum.
Die Zusammenarbeit beim Shimla‑Projekt unterstreicht die Rolle von Epiroc bei der Unterstützung von Infrastrukturvorhaben durch anwendungsspezifische Technologien, ingenieurtechnische Expertise und nachhaltigen After‑Sales‑Support – insbesondere in technisch anspruchsvollen Umgebungen wie dem Tunnelbau im Himalaya.
Epiroc ist ein führender weltweiter Produktivitätspartner für die Bau- und Bergbauindustrie und beteiligt sich aktiv an der Transformation zu einer nachhaltigen Wirtschaft. Mit modernster Technologie entwickelt und produziert Epiroc innovative, sichere und nachhaltige Bohrausrüstung, Maschinen für Gesteinsgewinnung und Bau sowie Werkzeuge. Das Unternehmen bietet ergänzend dazu erstklassigen Service sowie Lösungen für Automatisierung, Digitalisierung und Elektrifizierung an. Epiroc hat seinen Hauptsitz in Stockholm, Schweden. Im Jahr 2025 hat das Unternehmen einen Umsatz von 62 Milliarden SEK erzielt und beschäftigt rund 19.000 Mitarbeiter, die mit Leidenschaft Kunden in mehr als 150 Ländern unterstützen und mit ihnen zusammenarbeiten. Erfahren Sie mehr unter www.epirocgroup.com.
Die Attachments Division entwickelt, produziert und vertreibt hydraulische Anbaugeräte und Bodenbearbeitungswerkzeuge für den Bau, Infrastruktur, Rückbau, Recycling, Steinbruch und Bergbau. Die Division bietet auch entsprechende Servicedienstleistungen und hat Produktionsstandorte auf vier verschiedenen Kontinenten. Mehr Informationen finden Sie unter www.epiroc.com.
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