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Unternehmensschließungen steigen 2025 auf rund 188.000 Betriebe – 87 Prozent der Marktaustritte laufen ohne Insolvenzverfahren ab

In Deutschland haben im Jahr 2025 rund 188.000 Unternehmen ihren Betrieb beendet. Das zeigt eine gemeinsame Auswertung der Wirtschaftsauskunftei Creditreform und des Leibniz-Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) Mannheim vom 18. August 2026. Der Wert liegt zehn Prozent über dem Vorjahr und ist damit die höchste Quote seit fast zwei Jahrzehnten. Für kleine Betriebe, die ihren eigenen Stand sortieren wollen, führt ein Überblick über die Pflichten kleiner Betriebe durch die dabei anfallenden Themen.

Der Anstieg trifft nach Angaben von Creditreform längst nicht mehr nur wirtschaftlich schwache Betriebe. Rund 87 Prozent der Schließungen liefen 2025 ohne ein formales Insolvenzverfahren ab. Es handelt sich also überwiegend um stille Marktaustritte, die in keiner Insolvenzstatistik auftauchen.

Welche Branchen die meisten Unternehmensschließungen verzeichnen

Die Untersuchung schlüsselt die Marktaustritte nach Wirtschaftszweigen auf. Laut Creditreform und ZEW verteilten sich die Schließungen des Jahres 2025 auf folgende Bereiche:

  • Baugewerbe: etwa 24.000 Schließungen, zwölf Prozent mehr als im Jahr davor.
  • Gastgewerbe: knapp 15.000 Betriebe, ein Plus von 15 Prozent.
  • Gesundheitswesen: rund 11.000 Marktaustritte, ebenfalls zwölf Prozent mehr.
  • Arztpraxen als Teil dieses Bereichs: knapp 5.500 Aufgaben, 23 Prozent mehr.
  • Industrie: gut 11.000 Betriebe, zehn Prozent über dem Vorjahreswert.

Warum ein Insolvenzverfahren nur den kleineren Teil abbildet

Ein Insolvenzverfahren ist der sichtbarste, aber nicht der häufigste Weg aus dem Markt. Nach Angaben des ZEW beenden inzwischen auch Firmen ihre Tätigkeit, die wirtschaftlich tragfähig wären. Damit verschiebt sich, was eine Zahlenreihe über die Lage einer Branche aussagen kann: Wer nur beantragte Verfahren zählt, erfasst 13 Prozent des Geschehens.

„Wer allein die Insolvenzstatistik liest, unterschätzt, wie viele Geschäftsbeziehungen im Stillen enden. Der geordnete Rückzug ist für Auftraggeber der schwierigere Fall, weil er ohne Vorwarnung kommt“, sagt Alexander Weipprecht, Geschäftsführer der Provimedia GmbH.

Was der technologische Wandel für kleine Betriebe bedeutet

Als Gründe für den Rückzug nennen Creditreform und ZEW den technologischen Wandel, den Wettbewerbsdruck und den Mangel an Arbeitskräften. Fast ein Drittel der freiwilligen Schließungen geht auf Altersgründe zurück, also auf eine ungeklärte Nachfolge.

Wie schnell sich technische Anforderungen im Arbeitsalltag verschieben, zeigt die Sammlung eigener Branchenuntersuchungen mit Zahlen zu Verbreitung, Codequalität und Sicherheitslücken. Kleine Anbieter stehen dabei vor derselben Umstellung wie große, nur mit weniger Personal dahinter.

Worauf Auftraggeber bei der Auswahl ihrer Partner achten

Für Auftraggeber verschiebt sich mit diesen Zahlen die Prüffrage. Neben der Zahlungsfähigkeit eines Partners zählt, ob ein Betrieb personell und technisch auf Sicht arbeiten kann.

Im September 2026 stehen für die Beurteilung eines Geschäftspartners damit zwei Zahlenreihen nebeneinander: die amtliche Insolvenzstatistik und die deutlich größere Zahl der stillen Marktaustritte. Regional fällt der Abstand unterschiedlich aus. Laut Creditreform und ZEW erreichte Bremen 2025 mit 7,8 Prozent die höchste Quote an Unternehmensschließungen aller Bundesländer.

Über die Provimedia GmbH

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