Nach der Begrüßung durch Brandenburgs Oberbürgermeister Daniel Keip standen vor allem Praxisbeispiele im Mittelpunkt: Martin Philipp, Geschäftsführer der Fertigteilwerk Rathenow GmbH, berichtete über seine Unternehmensnachfolge. Auch Mats Wejsfeld teilte seine Erfahrungen aus Handwerksperspektive. Er wird die Horst Kitzmann GmbH, einen etablierten Haustechnik-Betrieb aus Brandenburg (Havel), in die Zukunft führen.
„Die Übernahme eines bestehenden Unternehmens wird als Weg in die Selbstständigkeit immer attraktiver. Sie bietet den Vorteil, auf gewachsene Strukturen, Kunden und Mitarbeiter zurückgreifen zu können. Besonders für junge, gut ausgebildete und qualifizierte Menschen mit Unternehmergeist ist die Unternehmensnachfolge in der Region eine echte berufliche Perspektive“, sagte Ina Hänsel, Präsidentin der IHK Potsdam.
Der Präsident der Handwerkskammer Potsdam, Robert Wüst, erklärte anlässlich der Veranstaltung: „Die Frage der Betriebsnachfolge entscheidet mit darüber, ob Westbrandenburg auch künftig ein starker Handwerks- und Wirtschaftsstandort bleibt. Geht ein Betrieb mangels Nachfolger verloren, verschwinden nicht nur Arbeits- und Ausbildungsplätze, sondern auch wertvolles Know-how und regionale Wertschöpfung. Gerade im ländlichen Raum sind Handwerksbetriebe unverzichtbar für die Versorgung von Bürgern und Unternehmen. Deshalb müssen wir mehr junge Handwerker dafür gewinnen, unternehmerische Verantwortung zu übernehmen und bestehende Betriebe in die nächste Generation zu führen. Damit mehr junge Handwerker diesen Schritt wagen, brauchen wir weniger Bürokratie, verlässliche Finanzierungsmöglichkeiten und mehr Anerkennung für unternehmerische Verantwortung. Wer einen Betrieb übernimmt, sichert nicht nur die eigene unternehmerische Zukunft, sondern sichert die Zukunft einer ganzen Region und eines Berufszweiges. Und genau diese unternehmerische Verantwortung verdient endlich wieder die Wertschätzung, die sie braucht.“
Als Empfehlung zum Abschluss der Veranstaltung wurde deutlich: Eine frühzeitige Auseinandersetzung mit dem Thema, eine realistische Planung und die Einbindung geeigneter Beratung und Finanzierungspartner sind die Voraussetzungen für einen gelungenen Übergang.
IHK Potsdam und Handwerkskammer Potsdam beraten Unternehmerinnen und Unternehmer sowie Nachfolgeinteressierte auch über diese Veranstaltung hinaus bei ihrem Generationswechsel und helfen, tragfähige Lösungen für die Zukunft von Betrieben zu entwickeln. Denn erfolgreiche Nachfolgen sichern nicht nur unternehmerische Lebenswerke, sondern auch Arbeits- und Ausbildungsplätze sowie regionale Wertschöpfung.
Unterstützt wird die Veranstaltung von: der Berliner Volksbank, der Bürgschaftsbank Brandenburg, DEHOGA, dem Handelsverband Berlin-Brandenburg, der Investitionsbank des Landes Brandenburg, der Mittelbrandenburgischen Sparkasse.
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