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Welche Potenziale stecken in Stoffströmen, die bislang vor allem als Rest- oder Abfallstoffe betrachtet werden?

Diese Frage steht am Anfang eines funktionierenden Stoffstrommanagements. Denn in vielen biogenen Rest- und Abfallstoffen stecken Bestandteile, die einer weiteren Nutzung zugeführt werden können. Entscheidend ist, diese Potenziale zu erkennen und die Stoffströme entsprechend zu trennen, aufzubereiten und geeigneten Verwertungswegen zuzuführen.

Gerade vor dem Hintergrund steigender Entsorgungskosten und begrenzter Ressourcen gewinnt dieser Blick auf bestehende Stoffströme an Bedeutung.

Stoffstrommanagement beginnt mit der Analyse

Bevor aus einem Reststoff ein nutzbarer Rohstoff werden kann, muss zunächst verstanden werden, wie sich der jeweilige Stoffstrom zusammensetzt.

Welche Bestandteile sind enthalten? Welche Störstoffe müssen entfernt werden? Welche Fraktionen lassen sich technisch aufbereiten? Und für welche weitere Nutzung eignen sie sich?

Stoffstrommanagement bedeutet deshalb mehr als die reine Organisation von Materialflüssen. Es geht darum, Stoffströme systematisch zu betrachten und herauszuarbeiten, wo bislang ungenutzte Potenziale liegen.

Genau hier setzt auch ACTANOL Energie an. Wir betrachten den gesamten Weg eines Stoffstroms – vom anfallenden Material über die notwendige Aufbereitung bis hin zu möglichen Verwertungswegen.

Kompostsiebüberläufe als konkretes Beispiel

Wie relevant diese Betrachtung sein kann, zeigt sich am Beispiel von Kompostsiebüberläufen.

Bei der Kompostaufbereitung bleiben nach der Siebung unterschiedliche Bestandteile zurück. Neben Störstoffen können darin auch holzige Fraktionen enthalten sein. Werden diese Bestandteile gezielt getrennt und entsprechend aufbereitet, können sich daraus neue Nutzungsmöglichkeiten ergeben.

Damit verändert sich auch die Perspektive auf den Stoffstrom: Statt ausschließlich die Entsorgung des Materials zu betrachten, rückt die Frage in den Mittelpunkt, welche Bestandteile weiter genutzt und in neue Wertschöpfungsketten überführt werden können.

Für Unternehmen der Abfall- und Kreislaufwirtschaft ist damit auch eine wirtschaftliche Perspektive verbunden. Wenn für bislang kostenintensive Reststoffe neue Verwertungswege entstehen, können bestehende Entsorgungswege reduziert und damit verbundene Kosten gesenkt werden.

Die gezielte Aufbereitung kann dabei mehrere Vorteile schaffen:

  • Reduzierung von Entsorgungs- und Transportkosten
  • Erschließung neuer Verwertungswege für bestehende Stoffströme
  • Nutzbarmachung bislang kostenintensiver Reststoffe
  • Gewinnung geeigneter Rohstoffe für weitere Anwendungen
  • Stärkung der Kreislaufwirtschaft durch die Rückführung von Reststoffen in neue Wertschöpfungsketten

Von der Aufbereitung zur weiteren Nutzung

Die Aufbereitung ist dabei ein entscheidender Schritt. Denn nicht jeder Stoffstrom kann unmittelbar einer neuen Nutzung zugeführt werden. Störstoffe müssen entfernt, Fraktionen getrennt und die relevanten Materialeigenschaften berücksichtigt werden.

Bei geeigneter Qualität können beispielsweise holzige Bestandteile aus biogenen Reststoffströmen für eine anschließende Pyrolyse aufbereitet werden.

Im Pyrolyseprozess entstehen daraus nutzbare Energie und Pflanzenkohle. Die Energie kann beispielsweise in Form von Wärme bereitgestellt werden. Gleichzeitig wird ein Teil des im Ausgangsmaterial enthaltenen biogenen Kohlenstoffs in der Pflanzenkohle gebunden.

Weitere Informationen zum Pyrolyseprozess und den daraus entstehenden Produkten finden Sie unter ACTANOL Energie – Output.

Pflanzenkohle eröffnet weitere Wertschöpfungswege

Mit der Pflanzenkohle endet die Betrachtung des Stoffstroms nicht. Abhängig von ihren Eigenschaften, ihrer Qualität und den jeweiligen regulatorischen Anforderungen ergeben sich unterschiedliche Anwendungsmöglichkeiten.

Dazu zählen unter anderem Anwendungen in der Landwirtschaft, in Erden und Substraten sowie im Bau. Damit kann aus einem Bestandteil eines ursprünglichen Reststoffstroms ein Rohstoff für weitere Wertschöpfungsketten entstehen.

Ein konkretes Beispiel dafür, wie regionale biogene Reststoffe mit Energieerzeugung und Pflanzenkohle verbunden werden können, zeigt auch das ACTANOL-Projekt im Landkreis Nordhausen.

Entscheidend ist der Blick auf den gesamten Stoffstrom

Ob aus einem Reststoff tatsächlich ein nutzbarer Rohstoff werden kann, entscheidet sich nicht erst in der Verwertung. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus Analyse, Aufbereitung, Qualität und einem geeigneten Verwertungsweg.

Deshalb betrachten wir bei ACTANOL Energie Stoffströme nicht isoliert. Unser Ansatz verbindet Stoffstrommanagement, Aufbereitung, Pyrolyse, Energieerzeugung und Pflanzenkohle.

So können aus bislang kostenintensiven Reststoffen neue Rohstoffe und Wertschöpfungspotenziale entstehen.

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