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Fitnesswirtschaft überschreitet erstmals die Marke von zwölf Millionen Mitgliedern – Marktdurchdringung steigt auf 14,8 Prozent

Erstmals trainieren mehr als zwölf Millionen Menschen in deutschen Fitness- und Gesundheitsanlagen. Laut der am 18. März 2026 veröffentlichten Studie zu den Eckdaten der deutschen Fitnesswirtschaft 2026 sind es 12,36 Millionen Mitglieder, 5,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Herausgegeben wird die Erhebung vom Arbeitgeberverband deutscher Fitness- und Gesundheits-Anlagen (DSSV) gemeinsam mit Deloitte und der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement. Wie sich Training außerhalb fester Studiozeiten begleiten lässt, zeigt eine Seite zum Online-Coaching mit echten Trainerinnen und Trainern. Für Anlagenbetreiber wie für digitale Anbieter verschiebt sich damit die Aufgabe von der Gewinnung neuer Mitglieder hin zu deren Verbleib.

Woran sich das Wachstum der Branche im Einzelnen ablesen lässt

Der Zuwachs zeigt sich laut DSSV nicht allein bei den Mitgliedern, sondern über alle erhobenen Kennzahlen hinweg. Der Nettoumsatz stieg 2025 auf 6,25 Milliarden Euro und damit um 7,4 Prozent gegenüber 2024. Die Zahl der Anlagen beruht auf einer Vollerhebung des Adresspools.

  • Mitglieder: 12,36 Millionen, ein Plus von 5,6 Prozent gegenüber 2024.
  • Nettoumsatz: 6,25 Milliarden Euro, ein Plus von 7,4 Prozent.
  • Anlagen: 9.647 Standorte, ein Plus von 5,7 Prozent.
  • Beschäftigte: rund 167.100, ein Plus von 6,0 Prozent.
  • Marktdurchdringung: 14,8 Prozent der Bevölkerung, plus 1,0 Prozentpunkte.

Warum Aggregatoren die Reichweite der Anlagen verschieben

Aggregatoren bündeln Zugänge zu mehreren Anlagen in einem Vertrag und gewinnen laut der Eckdatenstudie weiter an Gewicht. Nach Angaben des DSSV trainierten 2025 zusätzlich rund 1,47 Millionen Menschen über solche Modelle, 21,5 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Die Gesamtzahl der Trainierenden steigt damit auf 13,83 Millionen.

Angebunden an mindestens ein Aggregatornetzwerk sind laut DSSV bereits 76,1 Prozent der Anlagen in Deutschland. Wer über wechselnde Standorte trainiert, führt seine Einheiten deshalb selten an einer Stelle zusammen. Die Seite zur strukturierten Trainingsplanung nach Wochenzielen beschreibt, wie sich geplante und absolvierte Einheiten unabhängig vom Trainingsort dokumentieren lassen.

Wie stark Betreiber in Personal und Ausstattung investieren

Betreiber von Fitness- und Gesundheitsanlagen investierten im Jahr 2025 rund 798 Millionen Euro netto in ihre Standorte. Das entspricht der Erhebung zufolge durchschnittlich 83.000 Euro netto je Anlage. Rund 80 Prozent der Betriebe planen für 2026 weitere Investitionen, und 95,3 Prozent geben an, in die Aus- und Weiterbildung ihrer Mitarbeitenden zu investieren.

„Zwölf Millionen Mitgliedschaften sind noch keine zwölf Millionen regelmäßigen Trainingswochen. Der Unterschied entscheidet sich selten am Gerät, sondern daran, ob jemand seine Woche plant und den eigenen Verlauf vor Augen hat“, sagt Alexander Weipprecht, Geschäftsführer der Provimedia GmbH.

Was die Beitragshöhe über die Angebotsstruktur verrät

Der durchschnittliche Monatsbeitrag lag branchenweit bei 48,55 Euro brutto. Zwischen den Anlagentypen fällt die Spanne deutlich aus: Mitglieder in Kettenanlagen zahlen im Schnitt 40,54 Euro, in Einzelanlagen 59,24 Euro und in Studios mit engem Schwerpunkt, etwa auf elektrische Muskelstimulation, 80,02 Euro pro Monat.

Die Eckdatenstudie beschreibt damit einen Markt, der wächst und zugleich durchlässiger wird. Digitale Trainingsbegleitung tritt darin weniger als Wettbewerb zur Anlage auf denn als Klammer zwischen wechselnden Trainingsorten.

Über die Provimedia GmbH

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