>> Lesestoff, interessante Berichte & Top-News

MdEP Stefan Köhler besuchte Imhof Hartchrom

Die Imhof Hartchrom GmbH begrüßte am 27. Juli 2026 Stefan Köhler, Mitglied des Europäischen Parlaments, zu einem fachlichen Austausch über die aktuellen Herausforderungen der Oberflächentechnik sowie die Zukunftsfähigkeit industrieller Produktionsstandorte in Deutschland.

MdEP Stefan Köhler (Mitte) zusammen mit der zweiten und dritten Generation von Imhof Hartchrom beim Firmenrundgang

Im Mittelpunkt des Unternehmensbesuchs standen die Bedeutung der funktionalen Hartverchromung für eine Vielzahl von Schlüsselindustrien sowie die aktuelle Diskussion im Hinblick auf die geplante Beschränkung von Chromtrioxid, insbesondere die im Raum stehende gravierende Verschärfung der Grenzwerte. Zudem wurden die bisher vom Unternehmen ergriffenen Maßnahmen im Rahmen der europäischen REACH-Verordnung sowie deren Kosten-Nutzen-Analyse als eine „Reise ins Ungewisse“ dargelegt.

Das Unternehmen verdeutlichte die Vielzahl an Einsatzgebieten von hartverchromten Bauteilen und unterstrich die Notwendigkeit, komplette industrielle Wertschöpfungsketten bei zukünftigen regulatorischen Maßnahmen zu berücksichtigen. Bauteile mit einer Hartchromschicht made in Karlstadt kommen unter anderem in der Mobilhydraulik, im Maschinen- und Anlagenbau, in der Lebensmittelindustrie, in der Druck- und Verpackungsindustrie sowie in Kunststoffspritzmaschinen zum Einsatz.

Während eines gemeinsamen Betriebsrundgangs wurden Einblicke in die erforderlichen Produktionsabläufe zur Herstellung einer funktionalen Hartchromschicht gewährt. Zudem wurden die umfangreichen technischen, organisatorischen und regulatorischen Anforderungen erläutert, die mit dem Betrieb einer Galvanik und der Einhaltung eines hohen hohem Umweltstandards einhergehen. 

Köhler zeigte sich beeindruckt von der Bauteilgröße (machbar bis zu einer Bauteillänge von 10.000 Millimetern) sowie von der Vielzahl unterschiedlichster Bauteilgeometrien, die mit einer funktionalen Hartchromschicht beschichtet werden können, um dadurch unter anderem eine höhere Verschleißfestigkeit, sehr gute Korrosionsbeständigkeiten, hohe Oberflächenhärten und eine hohe Temperaturbeständigkeit zu erzielen. Darüber hinaus können Hartchromschichten auf Bauteilen auch wirtschaftlich sinnvoll wieder aufgearbeitet werden, wodurch sich die Lebensdauer technischer Komponenten verlängern lässt.  

Im gemeinsamen Austausch wurde noch einmal verdeutlicht, dass Chromtrioxid für zahlreiche Industrieanwendungen derzeit weiterhin unverzichtbar ist. Trotz intensiver Forschungs- und Entwicklungsanstrengungen stehen für viele Einsatzbereiche bislang keine Alternativen zur Verfügung, die alle erforderlichen technischen Eigenschaften in vergleichbarer Weise gewährleisten können.

Die zweite und dritte Generation des Unternehmens unterstrichen gemeinsam, dass der Schutz von Mensch und Umwelt für das Unternehmen höchste Priorität hat. Sie gaben jedoch auch zu bedenken, dass Unternehmen verlässliche und praxisnahe Rahmenbedingungen benötigen, um ihre industrielle Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit langfristig erhalten zu können. Zukünftige regulatorische Vorgaben sollten unter Berücksichtigung der technischen Machbarkeit sowie der wirtschaftlichen Umsetzbarkeit ausgestaltet werden. Dies betrifft nicht nur die zukünftige Regulierung von Chromtrioxid, sondern auch die PFAS-Regulierung sowie die neue IED-Richtlinie 2.0. Nur so können industrielle Arbeitsplätze und die Wertschöpfung in Europa langfristig gesichert werden. Hier wird perspektivisch auch die Entwicklung der Strompreise, insbesondere für stromintensive Unternehmen wie Galvaniken, eine wichtige Rolle spielen.

Die beiden Generationen gaben Köhler zu bedenken, dass die aus der REACH-Verordnung resultierende Ungewissheit gerade für Unternehmen im Generationenwechsel eine zusätzliche Herausforderung darstellt.

Köhler bedankte sich für die Möglichkeit zu einem offenen und praxisnahen Austausch über die Herausforderungen der mittelständischen Industrie und die Auswirkungen europäischer Regulierungen auf Unternehmen und deren Kunden entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Zudem versicherte er, die gewonnenen Einblicke und die Anregungen aus dem konstruktiven Austausch in seine weitere politische Arbeit in Brüssel einfließen zu lassen.

Firmenkontakt und Herausgeber der Meldung:

Zentralverband Oberflächentechnik e.V.
Giesenheide 15
40724 Hilden
Telefon: +49 (2103) 2556-21
http://www.zvo.org

Ansprechpartner:
Birgit Spickermann
PR
Telefon: +49 (2103) 255621
E-Mail: b.spickermann@zvo.org
Für die oben stehende Story ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmenkontakt oben) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber des Pressetextes, sowie der angehängten Bild-, Ton-, Video-, Medien- und Informationsmaterialien. Die United News Network GmbH übernimmt keine Haftung für die Korrektheit oder Vollständigkeit der dargestellten Meldung. Auch bei Übertragungsfehlern oder anderen Störungen haftet sie nur im Fall von Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit. Die Nutzung von hier archivierten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Eine systematische Speicherung dieser Daten sowie die Verwendung auch von Teilen dieses Datenbankwerks sind nur mit schriftlicher Genehmigung durch die United News Network GmbH gestattet.

counterpixel