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Saisonale Verbrauchsschwankungen durch regelmäßige Bestandsanalysen erkennen

Im Frühjahr steigt die Nachfrage nach Gartenartikeln, im Herbst werden bestimmte Ersatzteile häufiger benötigt und vor Weihnachten nimmt der Versand saisonaler Produkte deutlich zu. Solche Entwicklungen sind vielen Unternehmen bekannt. Schwieriger wird es jedoch, wenn sich der tatsächliche Mehrbedarf weder zeitlich noch mengenmäßig zuverlässig einschätzen lässt.

Besonders für Handelsunternehmen, Produktionsbetriebe und technische Großhändler können saisonale Verbrauchsschwankungen erhebliche Auswirkungen auf die Lagerhaltung haben. Werden Bestände zu spät aufgebaut, drohen Lieferengpässe. Erfolgt die Bevorratung zu großzügig, bleiben nach der Saison hohe Restbestände zurück.

Regelmäßige Bestandsanalysen helfen, wiederkehrende Verbrauchsmuster frühzeitig zu erkennen und die Beschaffung stärker am tatsächlichen Bedarf auszurichten.

Warum eine aktuelle Bestandsübersicht nicht ausreicht

Ein Lagerbestand von 500 Stück sagt zunächst wenig darüber aus, ob ein Artikel ausreichend bevorratet ist.

Werden durchschnittlich 20 Stück pro Woche benötigt, reicht diese Menge rechnerisch für 25 Wochen. Steigt der Verbrauch während einer saisonalen Hochphase jedoch auf 100 Stück wöchentlich, reduziert sich die Reichweite auf fünf Wochen.

Für eine belastbare Bewertung müssen deshalb neben dem aktuellen Bestand auch historische Entnahmen, Verbrauchszeiträume und Wiederbeschaffungszeiten berücksichtigt werden.

Besonders aussagekräftig sind Vergleiche zwischen mehreren Zeiträumen. Dabei sollte geprüft werden, ob Verbrauchsspitzen regelmäßig auftreten oder durch einmalige Ereignisse wie Sonderaufträge und Verkaufsaktionen entstanden sind.

Saisonale Muster anhand von Lagerbewegungen identifizieren

Die Grundlage einer Bestandsanalyse bilden zuverlässig dokumentierte Warenbewegungen.

Mit der COSYS Bestandsmanagement Software lassen sich Wareneingänge, Entnahmen und Umlagerungen digital erfassen. Die mobile Barcodeerfassung unterstützt dabei, Buchungen unmittelbar am Entstehungsort zu dokumentieren.

Diese Prozessdaten können anschließend mit COSYS Business Intelligence ausgewertet werden.

Unternehmen erhalten dadurch Einblicke in die Entwicklung einzelner Artikelbestände, Entnahmemengen und Umschlagshäufigkeiten. Besonders interessant ist der Vergleich gleicher Monate oder Kalenderwochen aus unterschiedlichen Geschäftsjahren.

Zeigt ein Artikel beispielsweise regelmäßig zwischen September und November deutlich höhere Entnahmemengen, kann dies auf einen saisonalen Bedarf hinweisen.

Allerdings gilt: Ein wiederkehrender Anstieg ist noch keine sichere Prognose. Auch Lieferprobleme, Sortimentsänderungen oder außergewöhnliche Kundenaufträge können die Verbrauchsdaten beeinflussen.

Bestandsreichweite und Sicherheitsbestand richtig bewerten

Aus den erkannten Verbrauchsmustern lassen sich konkrete Maßnahmen für die Lagerplanung ableiten.

Ein wichtiger Kennwert ist die Bestandsreichweite. Sie beschreibt, wie lange der verfügbare Bestand bei einem bestimmten Verbrauch voraussichtlich ausreicht.

Zusätzlich sollten Unternehmen ihre Sicherheitsbestände überprüfen. Ein ganzjährig unveränderter Sicherheitsbestand kann bei stark saisonalen Artikeln unwirtschaftlich sein.

Während der Hochsaison kann eine höhere Bevorratung erforderlich werden. In verbrauchsschwachen Monaten lässt sich die Kapitalbindung möglicherweise reduzieren.

Entscheidend ist dabei das Zusammenspiel aus erwarteter Nachfrage, Lieferzeit, Lieferzuverlässigkeit und gewünschtem Servicegrad.

Forecasting ergänzt die rückblickende Bestandsanalyse

Eine klassische Bestandsanalyse zeigt, wie sich Artikelbewegungen in der Vergangenheit entwickelt haben. COSYS Forecasting erweitert diesen Ansatz um die vorausschauende Betrachtung zukünftiger Bedarfe.

Auf Grundlage historischer Verbrauchsdaten können Prognosen erstellt werden, sofern ausreichende und geeignete Daten vorliegen.

Für Unternehmen bedeutet das beispielsweise, saisonale Beschaffungsvorgänge früher vorzubereiten oder den Materialbedarf für erwartete Auftragsspitzen besser einzuschätzen.

Auch geplante Marketingaktionen, Produktionsänderungen oder bekannte Großaufträge können bei der Bewertung berücksichtigt werden, wenn entsprechende Informationen verfügbar sind.

Die Prognose ersetzt dabei keine unternehmerische Entscheidung, sondern liefert eine zusätzliche Grundlage für die Bestandsplanung.

Bestandsanalysen müssen regelmäßig aktualisiert werden

Ein einmalig erkannter Verbrauchstrend bleibt nicht zwangsläufig dauerhaft bestehen.

Verändertes Kundenverhalten, neue Produkte oder kürzere Lieferzeiten können dazu führen, dass bisherige Bestandsstrategien angepasst werden müssen.

Deshalb empfiehlt es sich, besonders saisonabhängige Artikel in festen Abständen zu überprüfen. Je nach Branche und Verbrauchsdynamik können monatliche oder sogar wöchentliche Auswertungen sinnvoll sein.

Mit COSYS Business Intelligence lassen sich entsprechende Kennzahlen übersichtlich darstellen. So können Lager- und Einkaufsverantwortliche Veränderungen erkennen, bevor daraus größere Überbestände oder Fehlmengen entstehen.

Fazit: Saisonale Lagerplanung beginnt mit verlässlichen Daten

Wer saisonale Verbrauchsschwankungen ausschließlich aus Erfahrungswerten ableitet, riskiert unnötige Kapitalbindung oder unzureichende Warenverfügbarkeit.

Regelmäßige Bestandsanalysen schaffen eine fundierte Grundlage, um Verbrauchsmuster zu erkennen, Bestandsreichweiten zu bewerten und Beschaffungsentscheidungen gezielter vorzubereiten.

COSYS verbindet dafür modulare Bestandsmanagement-Software, mobile Datenerfassung, geeignete Hardware, technische Services sowie Business Intelligence und Forecasting. Damit können Unternehmen ihre Bestandsplanung schrittweise datenbasierter gestalten.

Tipp: Sie möchten die digitale Erfassung von Lagerbewegungen kennenlernen? Testen Sie die COSYS Demo-Apps kostenlos und unverbindlich im Google Play Store oder Apple App Store.

Über die Cosys Ident GmbH

Die COSYS Ident GmbH mit Sitz in Grasdorf bei Hildesheim entwickelt seit 1982 Lösungen zur Digitalisierung und Optimierung von Logistik- und Geschäftsprozessen. Als mittelständischer Spezialist für Auto-ID, mobile Datenerfassung und Intralogistik bietet COSYS heute eine integrierte Plattform für die Digitalisierung von Waren-, Material- und Informationsflüssen. Das Portfolio umfasst unter anderem Lagerverwaltung, Bestandsführung, Lademittel- und Behältermanagement, Transport- und Werkslogistik, Inhouse-Logistik, Paketmanagement, Inventur, Asset Management und Business Intelligence. Mobile Apps, WebDesk sowie Cloud- und On-Premises-Lösungen verbinden operative Prozesse mit zentraler Verwaltung, Analyse und Optimierung. KI, Task Management, Process Mining und eigenes MDM erweitern die Plattform um intelligente Automatisierungs-, Analyse- und Verwaltungsfunktionen. COSYS begleitet Unternehmen von der Prozessanalyse und Konzeption über die Implementierung und Integration bis hin zu Support und langfristiger Betreuung. Ergänzend stehen passende MDE-Hardware, Auto-ID-Technologien, Reparaturservice und WLAN-Funkvermessung zur Verfügung.

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